Private Neubauten werden wieder gefördert

Neubauten in Altena werden ab sofort wieder vom Staat gefördert.

Altena - Das Land hat die Eigenheimförderung deutlich aufgestockt. Darüber informierte die Landesbausparkasse (LBS). Junge Familien aus Altena bekommen günstige Darlehen von bis zu 90.000 Euro – und zwar auch für Neubauten, die in Altena seit vielen Jahren nicht gefördert wurden.

Altena bleibt zwar in der Kostenkategorie eins, in der es die geringste Förderung gibt. Das maximale Förderdarlehen erhöht sich trotzdem um 27 200 Euro. Bei diesen Darlehen aus öffentlichen Mitteln fallen Zinsen in Höhe von nur 0,5 Prozent an. Auch inklusive der jährlichen Verwaltungskosten von ebenfalls 0,5 Prozent bleiben die Konditionen etwas unterhalb der marktüblichen Sätze.

Uwe Kober, der Bauspar-Experte der Vereinigten Sparkasse, rechnet nicht mit einem großen Run auf diese Eigenheimförderung. In deren Genuss kämen nämlich nur Familien unterhalb einer bestimmten Einkommensgrenze, erklärte er am Dienstag.

Viele Interessenten erfüllen diese Voraussetzung nach seiner Beobachtung nicht. Die Einkommensgrenze für eine vierköpfige Familie liegt bei etwa 52 000 Euro brutto. Als Eigenkapital müssen mindestens 15 Prozent der Gesamtkosten des Objektes mitgebracht werden.

Ein weiterer Vorteil: Das Landesdarlehen wird - ebenso wie ein Bauspardarlehen - im Grundbuch nachrangig eingetragen. Daraus können sich für die erstrangige Hypothek günstigere Konditionen ergeben.

Interessiert sich ein Kunde

der Sparkasse für eine Baufinanzierung, dann werden im Rahmen eines sogenannten Schnellchecks seine finanziellen Möglichkeiten überprüft – ein Verfahren, das andere Finanzierer in ähnlicher Form praktizieren. Ergebe dieser Schnellcheck, dass der Kunde womöglich für eine Förderung durch die öffentliche Hand infrage komme, werde er von der Sparkasse an den Märkischen Kreis verwiesen, erklärte Kober gestern auf Anfrage. Dort kenne man sich mit den Förderrichtlinien bestens aus und sei auch bei der Antragsstellung behilflich.

Die günstigen Darlehen sind bei weitem nicht alles, was der Staat zu bieten hat. Mittlerweile gebe es eine Vielzahl von Programmen zur Finanzierung von Bau und Umbau, sagte Kober gestern. Er bezweifelt übrigens, dass die wieder eingeführte Förderung von Neubauten in Altena einen nennenswerten Effekt haben wird.

„Wer soll die denn bauen?“ fragt der Fachmann mit Hinweis auf die vollen Auftragsbücher der Bauindustrie. Der Markt in Altena werde nach seiner Einschätzung auch zukünftig vorrangig durch den Handel mit gebrauchten Immobilien bestimmt.

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