Auf der Gewinnerseite

Stadtkämmerer Stefan Kemper.

ALTENA ▪ Die Ergebnisse der Volkszählung von Mai 2011 zeigen für die Burgstadt eine ungewöhnlich gewordene Tendenz: Die Einwohnerzahl Altenas muss nach oben korrigiert werden.

Das berichtete am Freitag Stadtkämmerer Stefan Kemper als Vertreter des Bürgermeisters. Zwar bewegt sich der Zugewinn in einer Größenordnung von vorsichtigen 0,5 Prozent, doch zeichne sich damit ab, dass negative Folgen für die Stadt – und die Stadtkasse – ausbleiben werden, so Kemper. In anderen Städten drohen nämlich jetzt auf der Ebene des kommunalen Finanzausgleichs teils herbe Verluste bei den Schlüsselzuweisungen.

So ist aus der jüngsten Erhebung hervorgegangen, dass die Burgstadt zum Stichtag 9. Mai 2011 insgesamt 18 218 Einwohner zählte. Nach der amtlichen Fortschreibung der Einwohnerzahlen auf Basis der letzten Erhebung hätten es nur 18 151 sein sollen. Man habe im Vorfeld durchaus Befürchtungen gehabt, ebenfalls zum Kreis der Volkszählungs-Verlierer zu gehören, so Kemper. Hier gilt aber: Entwarnung. Zum Vergleich: Für Gesamt-NRW muss die Bevölkerungszahl um 1,7 Prozent nach unten korrigiert werden.

Mit dem umfangreichen Zahlenmaterial, das die Statistiker von “IT NRW“ (ehemals Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik) zusammengetragen haben, werde man sich in der nächsten Zeit auf Verwaltungsseite und um politischen Raum beschäftigen. Es waren zum Beispiel nicht nur die Bevölkerungszahlen erhoben worden, sondern auch Angaben zu Gebäuden und Wohnnutzung sowie zu Leerständen.

Dabei macht die Burgstadt eine weniger gute Figur: Gezählt wurden 4864 Gebäude (4633 Wohngebäude) und darin 10 618 Wohnungen. Die Statistiker zählten 1107 leer stehende Wohnungen, was einer Leerstandsquote von 10,5 Prozent entspricht. Damit liegt die Burgstadt im Kreisvergleich an der Spitze. Die niedrigste Leerstandsquote bei den Wohnungen erzielen zum Beispiel Hemer, Balve und Neuenrade, die es allesamt auf 4,3 Prozent leerer Wohnungen bringen. ▪ tk

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