Altenaer J. Brühl führt die deutsche Tafelbewegung

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Jochen Brühl ist neuer Bundesvorsitzender es Verbandes Deutsche Tafel. e.V.

ALTENA - Am Wochenende des 7. und 8. Juni 2013 ging in Neubrandenburg das 19. Bundestafeltreffen zu Ende. Einer der Tagesordnungspunkte war die Wahl eines neuen Vorsitzenden des Bundesverbandes Deutsche Tafel e.V. Gewählt wurde in dieses Ehrenamt Jochen Brühl, der gebürtig aus Altena-Dahle stammt.

Der 47-Jährige absolvierte seine Schulausbildung am Ort und leistete seinen Zivildienst bei den Märkischen Werkstätten, Lüdenscheid. Dann zog es ihn im Alter von 24 Jahren zum Studium der Sozialarbeit nach Süddeutschland. „Ich habe aber nie den Kontakt nach Altena verloren“, sagte er am Montag im Telefongespräch. So sei er seinen Eltern Erwin und Marlene Brühl sehr dankbar, „die mir meinen beruflichen Weg, aber auch mein ehrenamtliches Engagement gewiesen haben. Ich besuche sie noch immer regelmäßig. Altena ist und bleibt doch meine Heimat.“

Brühl ist verheiratet, hat einen Sohn und arbeitet beim CVJM-Gesamtverband in Kassel. Eher zufällig sei er auf einer Versammlung des Rotary-Clubs in Ludwigsburg (Baden-Württemberg) in den Vorstand einer Tafel gewählt worden, die sich an diesem Abend konstituierte. Dort habe er erste Erfahrungen und Kontakte in der Arbeit vor Ort gesammelt und war später sechs Jahre als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand des Bundesverbandes aktiv.

Auch seine Geschwister sind der Tafelbewegung wohlgesonnen. Sein Bruder Uwe arbeitet als Pfarrer in Plettenberg, seine Schwester Jutta Schmidt engagiert sich in Oer-Erkenschwick sozial.

Sein arbeitsintensiver Beruf, aber auch sein ehrenamtliches Engagement, ließen keine weiteren, zeitintensiven Hobbies zu, bedauert der neue Bundesvorsitzende. „Wenn wir dennoch etwas Raum bleibt, laufe ich gerne.“

Brühl kündigte an, den bereits in der Vergangenheit eingeschlagenen Weg des Vorstandes konsequent fortzusetzen. Der Bundesvorstand werde seine Rolle als Fürsprecher der von Armut betroffenen Menschen weiter ernst nehmen und gleichzeitig die Tafeln bei ihrer Arbeit vor Ort unterstützen.

Der 47-Jährige sieht auf die Tafelbewegung, die dieses Jahr bekanntlich ihren 20. Geburtstag feiert, einen Generationswechsel zukommen. „Das Ehrenamt ist ein großer Schatz“, sagte er unter dem Beifall der mehr als 700 Delegierten in Neubrandenburg. „Mich bereichert meine freiwillige Arbeit für die Tafeln seit fast 15 Jahren. Deshalb möchte ich persönlich, aber auch der gesamte Vorstand, junge Menschen ermutigen, Verantwortung für die Menschen in ihrer Stadt zu übernehmen. Bei den Tafeln sind sie herzlich willkommen.“

von Johannes Bonnekoh

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