6000 Euro müssen an Kinderschutzorganisation fließen

Altenaer (50) erhält Bewährungsstrafe für Kinderpornos auf dem PC

Altena - Als eifriger Sammler kinderpornografischer Bilddateien geriet ein 50-jähriger Altenaer in den Fokus der Ermittler. Bei einer Hausdurchsuchung fanden sie auf dem Computer des Mannes 268 Bilder, die posierende Kinder zeigten, aber auch das gesamte Spektrum sexueller Handlungen abdeckten.

„Das ist alles so wie vorgelesen“, legte der Angeklagte im Amtsgericht ein umfassendes Geständnis ab. Und fügte hinzu: „Was soll ich dazu sagen?“ Richter Dirk Reckschmidt ließ nach dieser Frage viel Zeit verstreichen - eine Art Denkpause für einen, der über sein Handeln wohl viel zu wenig nachgedacht hatte.

Offenbar hätte er sich gerne der peinlichen Prozedur einer öffentlichen Hauptverhandlung entzogen, doch der Wunsch nach einem diskreten Strafbefehl blieb ihm verwehrt. „Stellen Sie sich mal vor, Ihre Tochter wäre auf den Bildern zu sehen“, forderte der Richter den Angeklagten auf - und der wusste natürlich genau, worum es ging: „Ich wüsste nicht, was ich machen würde!“ Er hörte dennoch den eindringlichen Hinweis, dass hinter jedem dieser Bilder ein sexueller Missbrauch und ein schlimmes Kinder-Schicksal steckt.

Für das Herunterladen und den Besitz von 268 kinderpornografischen Bilddateien gab es am Ende eine Haftstrafe von sechs Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der Mann war in keiner Weise vorbestraft. Als Bewährungsauflage muss er zudem 6000 Euro an eine Kinderschutzorganisation zahlen. Vor allem aber soll der Besuch in einer auf sein Problem zugeschnittenen Beratungsstelle dem Verurteilten dabei helfen, die persönlichen Gründe für ein derartiges Verhalten herauszufinden.

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