Altenaer besuchen zum 100. Jahrestag der Befreiung die Partnerstadt Péronne

„Wir sind als Freunde empfangen worden“

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Auch zu einem Stadtbummel war in der Partnerstadt Gelegenheit: Die Altenaer Gruppe mit französischen Gastgebern.

Altena -  Es war ein Besuch an historischer Stelle, an einem historischen Wochenende. Eine Delegation aus der Burgstadt hat am Wochenende die französische Partnerstadt Péronne besucht.

Die Gruppe bestand aus Dr. Andreas Hollstein und seiner Frau Claudia, Dr. Rita Rüth als stellvertretender Bürgermeisterin, Uwe Kober, Markus Ferber und Marita Noack als Übersetzerin. Empfangen wurde die Delegation von Péronnes Bürgermeisterin Thérese Dheygers. Auch der Bürgermeister der australischen Stadt Albany, Dennis Wellington, nahm an der Begegnung teil. Als einer der Mitglieder der Altenaer Delegation schildert Uwe Kober, dass der Besuch bleibende Eindrücke hinterlassen hat: „Wir sind als Freunde empfangen worden.

Eine Aufnahme der Gedenkveranstaltung am Mont St. Quentin: Hier wurden zu Ehren der Gefallenen Kränze niedergelegt. Am zurückliegenden Wochenende endete für die Umgebung von Péronne der Erste Weltkrieg vor 100 Jahren.

 Die Atmosphäre war sehr herzlich.“ Es habe keinerlei Anzeichen von alten Ressentiments gegeben; im Gegenteil: „In der kurzen Zeit sind Freundschaften entstanden“, sagt Uwe Kober. Anlass des Besuches war ein Jahrestag von historischer Bedeutung: Es jährte sich zum 100. Mal der Tag der Befreiung Péronnes von deutscher Belagerung, der für diesen Teil Frankreichs das Ende der deutschen Besatzung bedeutete. Es waren Soldaten der australischen Armee, die diese Aufgabe übernommen hatten. Vertreter der australischen Streitkräfte, unter ihnen ein General, und Vertreter der australischen Botschaft in Frankreich waren bei einer Gedenkveranstaltung am Mont St. Quentin ebenso anwesend wie viele Australier, die als Privatbesucher zu diesem Erinnerungstag gekommen waren. Natürlich waren auch Vertreter der französischen Streitkräfte anwesend. Gerade die Zahl der privat angereisten Australier hat Uwe Kober dann doch beeindruckt. Um den Mont St. Quentin und eine dort von deutschen Truppen gehaltene Stellung hatte es zum Ausgang des Ersten Weltkrieges schwere Kämpfe gegeben, die auf beiden Seiten schwere Verluste zur Folge hatten. Die Gedenkzeremonie beschreibt Uwe Kober als sehr beeindruckend. „Das war wirklich etwas Besonderes. Die Australier haben ihrer Veteranen mit Herzblut gedacht.“ Zum Besuchsprogramm zählte ansonsten auch ein Besuch des bekannten Lebensmittelproduzenten Bonduelle – größter Arbeitgeber in der Umgebung von Péronne – aber auch der Feuerwehr in der Partnerstadt. Es gebe nun Überlegungen, für die Altenaer Jugendfeuerwehr einmal einen Besuch in Frankreich zu organisieren. Auf jeden Fall sei mit der Visite der europäische Partnerschaftsgedanke wieder gestärkt worden. Nach einigen ruhigen Jahren solle nun wieder Leben in die Städtepartnerschaft gebracht worden.

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