Altenaer Baugesellschaft saniert aus Liebhaberei historische Fensterläden

Gartenstadtflair wieder hergestellt

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Austausch-Azubine Gina Schlickenrieder, Magnus Benkhofer und ABG-Chef Joachim Effertz freuen sich.

Altena – In den 1920er Jahren entstanden am Knerling viele Wohnungen im Auftrag der Altenaer Baugesellschaft (ABG). Die Häuser haben sich in ihrem Aussehen in den vergangenen fast 100 Jahren kaum verändert. Jetzt hat die ABG zwei denkmalgeschützte Bauwerke aufwendig saniert. An der Friedrich-Ebert-Straße wurden in Handarbeit zwei Fensterläden erneuert, um den Charme der 1920er Jahre und den sogenannten Gartenstadtflair an dieser Stelle weiter zu erhalten.

 Von innen ist das betroffene Fenster derzeit mit einer Trockenbauwand verschlossen. Das hat energetische Gründe. Die damals übliche Einfachverglasung generiert hohe Wärmeverluste und damit auch hohe Heizkosten. „Wenn die Trockenbauwand einmal entfernt werden sollte, wird von innen ein zweites Fenster davor gesetzt“, erklärt Magnus Benkhofer von der Altenaer Baugesellschaft. Die historischen Fenster zu ersetzen war für ihn und Joachim Effertz keine Option, auch wenn neue Kunststofffenster mit je 600 Euro deutlich günstiger gewesen wären. Um den Denkmalwert und das harmonische Gesamtbild zu erhalten, hat die Baugesellschaft bei der Restaurierung (Kosten mehr als 5500 Euro) vor allem auf die vielen Details geachtet.

Dafür wurde sie mit einer anteilsmäßigen Förderung belohnt. Rund ein Drittel der Gesamtkosten hat die oberste Denkmalschutzbehörde in Münster übernommen. Die Fassade und die Fensterrahmen wurden in mehreren Schichten mit speziellen Leinölfarben gestrichen. Auch die verwendeten Materialien sind dieselben wir bei dem ursprünglichen Fenster von 1929. Die Fensterläden mussten lediglich abgeschliffen werden, bevor sie neu grundiert und gestrichen werden konnten. Besonders morsche Teile hat die Baugesellschaft ersetzt. Insgesamt hat die Sanierung sechs Monate gedauert. „Allerdings war auch nicht ständig jemand hier und hat gearbeitet“, betont Benkhofer. Er wies im Gespräch darauf hin, dass erst kürzlich in ähnlich aufwendiger Weise bereits ein Haus am Ortseingang Altenas in Höhe des Nachrodter Ortsteils Opperhusen saniert wurde.

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