Baugesellschaft: Bewusst früh über Abriss informiert

+
Die Baugesellschaftshäuser an der Memeler Straße grenzen direkt an den Wald an. Für viele Bewohner steigert das den Wohnwert ganz erheblich.

Altena - Für die Suche nach einer neuen Wohnung können sich die Mieter an der Memeler Straße noch Zeit lassen: Erst im zweiten Halbjahr des kommenden Jahres fallen dort die ersten Häuser. Mit den Hausnummern 6 und 8 beginnt der Rückbau des Straßenzuges.

Diese Häuser grenzen an Grundstücke an, die das Unternehmen bereits verkauft hat; dort stehen jetzt zwei private Einfamilienhäuser. Er könne sich vorstellen, auch die beiden Nachbargrundstücke zu vermarkten, sagte Joachim Effertz, der Vorstand der Altenaer Baugesellschaft (ABG).

2019 werden dann die Häuser 20 bis 26 fallen, für 2020 ist der Abbruch der Nummern 10 bis 14 geplant. Diese Häuser stehen am Waldrand, diese Grundstücke will das Unternehmen aufgeben.

Die Baugesellschaft habe die betroffenen Mieter diesmal noch früher informiert als sonst, sagte Effertz – man habe vermeiden wollen, das sie noch Schönheitsreparaturen in Auftrage geben oder passgenau angefertigte Möbel bestellen.

Zehn weitere Häuser werden abgerissen

Neben den Häusern an der Memeler Straße werden bis 2020 noch zehn weitere abgerissen. In diesem Jahr sind an der Wilhelmstraße die Hausnummern 39, 41 und 60 fällig und am Finkenweg die Nummer 2. Dadurch entsteht im Einmündungsbereich Wilhelmstraße/Finkenweg eine relativ große Freifläche. Er könne sich vorstellen, dass dort irgendwann ein Neubau entstehen könne, sagte Effertz. Abgebrochen wird in diesem Jahr auch das Haus Giershagener Weg 43. Alle ABG-Immobilien, die 2017 fallen werden, stehen bereits komplett leer.

Auf ihrer Internetseite hat die ABG am Freitag eine längere Erklärung zu den geplanten Abbrüchen abgegeben: „Wir wissen, dass die Nachricht über die bevorstehenden Rückbauten ihrer Häuser für viele unserer Kunden schockierend und überraschend ist. Zumal einige von ihnen bereits seit Jahren und Jahrzehnten in ihren Häusern leben“.

Wohnungsangebot der Einwohnerzahl anpassen

Trotzdem sei es unumgänglich, das Angebot an Wohnraum zu reduzieren: Die Einwohnerzahl werde in den kommenden Jahren weiter sinken, das Angebot an Wohnungen müsse dementsprechend angepasst werden. Als größter Vermieter vor Ort stehe die ABG bei der Bestandsregulierung in besonderer Verantwortung, hatte Effertz schon in der Vergangenheit immer wieder betont. Die Leerstandsquote des Unternehmens ist zuletzt zwar gesunken, liegt mit knapp elf Prozent aber immer noch über den Branchendurchschnitt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare