Rasenmähen auf der B 236

Altena: Bohrlöcher nicht gut verschlossen

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Straßenbegleitgrün mal anders: Mitten auf der B 236 wächst ein Büschel Gras.

Altena - Kurios: An der Werdohler Straße ragt ein kreisrundes Büschel Gras aus der Fahrbahn der B 236.

Das sei ein sicheres Zeichen dafür, dass etwas schiefgegangen ist bei der Entnahme eines Bohrkerns, erklärt Michael Overmeyer, Pressesprecher von Straßen NRW.  

Bei neugebauten Straßen werden Proben genommen

Wenn eine Straße neu gebaut ist, dann werden Proben genommen – Bohrkerne, die Auskunft darüber geben, ob der Unterbau und die Asphaltschicht wirklich so beschaffen sind, wie das bei der Auftragsvergabe vorgegeben war. 

„Früher hat man die durch die Entnahme der Bohrkerne entstandenen Löcher verfüllt und dann nur auf den letzten Zentimetern irgendwie Asphalt aufgetragen“, erklärt Overmeyer. 

Das sei allerdings eine nicht sehr dauerhafte Lösung gewesen: „Mit der Zeit fuhren sich diese Stutzen häufig ab“. Tatsächlich sieht man gerade auf der B 236 immer wieder diese kreisrunden Löcher. Und wer genauer hinschaut, der versteht auch, warum die Straßenbauer sie nicht mögen. 

"Wunden" sind absolute Schwachpunkte

Diese „Wunden“ in den Straßen sind absolute Schwachpunkte. Wasser und Frost können an diesen Stellen in den Straßenkörper eindringen, auch die punktuelle Belastung insbesondere durch schwere Fahrzeuge kann an diesen Stellen Schäden anrichten. 

„Ich schick die Straßenmeisterei zum Rasenmähen“, flachste Overmeyer, als er das Bild vom mit Gras bewachsenen Bohrloch sah. Tatsächlich wird es jetzt geflickt.

Inzwischen bedienen sich die Straßenbauer übrigens einer anderen Technik. Overmeyer: „Heutzutage verwendet man Stopfen, die fast so groß sind wie die Bohrkerne, die vorher gezogen worden sind“. 

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