75 falsche Wahlzettel

Die Kommunalwahl wird in Teilen wiederholt

Altena - Die Bürgermeisterwahl vom 25. Mai ist rechtens. Das stellte am Montag, 11. August, der Wahlprüfungsausschuss unter Vorsitz von Helmut Göss (SPD) im Rathaus fest.

Auch die Kommunalwahl, die ebenfalls an diesem Datum stattfand, ist gültig. Aber es gibt eine Ausnahme: Weil im Wahlbezirk 030 Mühlendorf beim Auszählen der 328 dort abgegebenen Stimmen 75 falsche Stimmzettel auftraten, muss die Wahl in diesem Altenaer Stadtbezirk neu angesetzt werden.

Im Mai setzte sich hier CDU-Bewerber Alex Stein gegenüber Marcus Ferber (SPD) durch. Weil es aber nur einen Unterschied von 19 Stimmen gab, könnten letzten Ende diese 75 ungültigen Stimmen, die noch am Abend der Wahlvorstand des Bezirks Mühlendorf im Zusammenspiel mit Wahlleiter Stefan Kemper feststellte, relevant sein. Heißt: Auch Ferber hätte als Sieger aus der Kommunalwahl hervorgehen können.

Wenn jetzt der Rat am 1. September zusammentritt, muss er formal den gefassten Wahlprüfungs-Ausschuss-Beschluss noch einmal bestätigen. Dann sind innerhalb von spätestens vier Monaten Neuwahlen nur im Stimmbezirk Mühlendorf durchzuführen.

Ganz egal, wie das Ergebnis ausgeht, es gibt viele Gedankenspiele, was sich ändern könnte. Erst einmal werden alle Stimmen auf das Gesamt-Stadtergebnis geschlagen, das dann relevant ist für die so genannten Reservelisten der Parteien. Sollte der SPD-Kandidat gewählt werden, müsste ein SPD-Nachrücker aus dem Rat ausscheiden, bei der CDU rückte entsprechend jemand nach, auch der bisher gewählte Ratsherr müsste den Rat verlassen. - von Johannes Bonnekoh

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