Kienbaum sucht Einsparpotenziale bei Rathaus-Personal

Die Stadtverwaltung muss auf jeden Cent achten.

ALTENA -  Bis 2021 sollen im Rathaus weitere 18 Stellen eingespart werden. So steht’s im Haushaltskonsolidierungsplan – und keiner weiß, wie das eigentlich gehen soll.

Auf der Suche nach einer Lösung schaut sich inzwischen sogar die renommierte Unternehmensberatung Kienbaum im Rathaus um. Das gehört zum Service, den das Land mit dem Stärkungspakt verbindet und für den die Stadt nichts zahlen muss. Zwei Monate lang waren Kienbaum-Mitarbeiter bisher im Einsatz, am Montag präsentierten sie im Rat erste Ergebnisse.

Die Fachleute machten, was man in solchen Situationen immer macht: Sie verglichen Kennzahlen, guckten sich also an, welcher Aufwand in Altena für bestimmte Aufgabenbereiche betrieben wird und welcher in anderen Städten. Das einzige wirklich interessante Ergebnis ihrer Präsentation war, dass sie um ein Thema einen großen Bogen schlugen. Im Gegensatz zu fast allen Kommunen dieser Größenordnung leistet sich die Stadt Altena bekanntlich eine hauptamtlich besetzte Feuerwache. Das sei im Brandschutzbedarfsplan so vorgesehen und deshalb nicht zu ändern, sagte Kienbaum-Mitarbeiter Jörg Petzold.

So kam bei der Analyse am Ende allenfalls Kleinkram heraus: Zwei Mitarbeiter in Telefonzentrale und Poststelle sind zu viel – aber das weiß man im Rathaus auch schon und hat das Thema auf dem Schirm, weil eine Pensionierung ansteht. Die Bauaufsicht ist überdurchschnittlich gut besetzt – das war der Grund, warum die Burgstadt hier die Zusammenarbeit mit Nachrodt anstrebte. Näheres Hinschauen empfahlen die Kienbaum-Berater daneben für die Bereiche Immobilienmanagement, sonstige soziale Leistungen und Bürgerservice/allgemeine Ordnungsangelegenheiten. Sie sollen jetzt – wieder auf Kosten des Landes – genauer analysiert werden.

Kienbaum fand übrigens auch heraus, dass Altenas Verwaltung an manchen Stellen zu schmal besetzt ist – auch keine ganz neue Erkenntnis. Beispiel Rechnungsprüfungsamt: 1,5 Stellen gibt es dort – fällt ein Mitarbeiter aus, können zum Beispiel vor Auftragsvergaben vorgesehene technische Prüfungen nicht mehr erfolgen. - ben.-

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare