Wasserschaden legt Zahnarzt-Praxis wochenlang lahm

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Von der Decke über dem Empfang  in der Praxis tropft's.

Altena – Die Zahnarzt-Praxis von Dr. Marcus Brehme ist seit Wochen geschlossen - und bleibt es auch noch einige Zeit. Ein Wasserschaden in der Wohnung darüber ist schuld.

Seit mehr als fünf Wochen ist die Zahnarztpraxis von Dr. Dr. Marcus Brehme an der Lennestraße 54 eine Großbaustelle. Dort, wo sonst der Bohrer surrt und brummt, hämmert jetzt ein Hilti-Hammer, kreischen Bohrmaschinen und schallt Baulärm bis auf die Straße. 

„Wir haben einen Wasserschaden in den Praxisräumen“, sagte der Arzt und klingt dabei doch irgendwie gefasst. Obwohl die Zahnarzt-Praxis, die es seit zehn Jahren in Altena gibt, zurzeit geschlossen ist: „Unsere Patienten werden natürlich weiter behandelt. Sie müssen dafür aber in unsere Praxis nach Plettenberg kommen“, sagt Brehme.

Er wisse schon, dass das umständlich sei, schon alleine wegen der Großbaustelle zwischen Werdohl und Plettenberg. Aber es sei leider nicht zu ändern. Der immense Wasserschaden, der Gutachter, Versicherungsvertreter und nun Handwerker auf den Plan rief, entstand in der Mietwohnung über den Praxisräumen.

Die Decke im Wartezimmer muss saniert werden.

Dort wohnte bis vor Kurzem eine ältere Dame. Es kam zum Rohrbruch. Und weil Wasser kaum aufzuhalten ist, lief und lief und lief es irgendwann durch die Decke bis in die Praxis. „Wir haben gedacht, das Ganze sei vielleicht in drei, vier Wochen zu händeln“, sagte Marcus Brehme. „Doch allein die Versicherungsregelung und die Gutachtertätigkeit haben mehr als fünf Wochen Zeit in Anspruch genommen.“ 

Er rechne jetzt damit, „dass wir noch einmal diese Zeitspanne warten müssen, bis alles wieder gerichtet ist.“ Nicht nur die Patienten müssen gewisse Opfer bringen, auch das Altenaer Praxisteam trifft die Notlösung in Plettenberg. „Wir versuchen, allen gerecht zu werden“, sagt Brehme. Deshalb seien Überstunden derzeit Alltag – ob nun in der Früh’ oder später am Tag. „Das ist alles eine Sache der Organisation.“ 

Neben seiner Praxis ist vom Wasserschaden auch das ehemalige Restaurant betroffen, das auf einer Ebene mit seinen Räumen liegt. Auch dort sind Decken abgenommen, Wände aufgestemmt und in Sanitärräumen Fliesen abgeschlagen worden. 

Zur Schadenshöhe gibt es noch keine verlässliche Einschätzung. Aber sowohl die Mietwohnung, die zurzeit unbewohnbar und deshalb leer ist, als auch die Praxisräume, die über zwei Etagen gehen, und das ehemalige Restaurant müssen kernsaniert werden. Es dürfte um Hunderttausende Euro gehen.

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