Altena: Wasserpreis steigt wieder

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Das Wasser wird zwar zum Jahreswechsel teurer – aber ein Liter kostet auch danach nur einen Bruchteil eines Cents.

Altena - Die Stadtwerke Altena erhöhen zum 1. Januar 2018 die Wasserpreise. Durchschnittshaushalte müssen mit einer Mehrbelastung von etwa 1,50 bis 3 Euro pro Monat rechnen.

Blick zurück: Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 änderten die Stadtwerke die Struktur ihres Wasserpreises ganz gravierend. Bis dahin war für jeden Zähler ein Grundpreis zu entrichten, der für Einfamilienhäuser genauso hoch war wie für Mehrfamilienhäuser.

Seit einem Jahr gilt jetzt ein sogenannter Systempreis, der von der Wahl der versorgten Wohneinheiten abhängig ist. Die Stadtwerke peilten an, über diesen Systempreis 50 Prozent der Fixkosten zu decken, erklärte gestern deren Geschäftsführer Marc Bunse. In der Vergangenheit wurden die Einnahmen des Wasserwerkes vom (mengenabhängigen) Arbeitspreis dominiert. Wegen des Trends zum Wassersparen und der sinkenden Einwohnerzahl sanken die Erträge kontinuierlich.

Erlöse kontinuierlich

Dem sollte mit dem neuen System ein Riegel vorgeschoben werden, weil die Fixkosten für Wasseraufbereitung und -transport von der verkauften Menge kaum beeinflusst werden. Den Arbeitspreis heben die Stadtwerke zum Jahreswechsel um fünf Cent auf 2,14 Euro an. Der Systempreis für ein Einfamilienhaus steigt um 24,20 Euro auf 266,28 Euro pro Jahr.

Ein Sechsfamilienhaus wird 42,22 Euro teurer und kosten dann 476,65 Euro pro Jahr. Die Stadtwerke haben ausgerechnet, mit welchen finanziellen Folgen ihre Kunden rechnen müssen: „Für ein Einfamilienhaus mit einem beispielhaften Verbrauch von 150 Kubikmeter pro Jahr ergibt sich eine monatliche Mehrbelastung in Höhe von 2,70 Euro.

Mehrbelastung eher gering

Für ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten und einem exemplarischen Verbrauch von 120 m³ pro Jahr und Wohneinheit, erhöht sich der Preis um 1,49 Euro je Monat und Wohneinheit“. Ein Trostpflaster hält das Unternehmen auch bereit: Es erinnert daran, dass die Abwassergebühr an den Wasserverbrauch gekoppelt ist – und die sinkt zum Jahreswechsel kräftig.

Deshalb ergebe sich unterm Strich sogar eine Entlastung in Höhe von 6,05 Euro pro Monat für das Einfamilienhaus sowie 5,51 Euro pro Monat und Wohneinheit für das Dreifamilienhaus. Bei ihren Preisbeispielen haben sich die Stadtwerke am Durchschnitt ihrer eigenen Kundschaft orientiert.

Durchschnitt

Die Angaben für Mehrfamilienhäuser gehen von einer Verteilung des Wassergeldes nach dem Quadratmetermaßstab aus, wie es bei den Baugesellschaftswohnungen heute noch die Regel ist. Eine verbrauchsabhängige Abrechnung ist dort nur in relativ wenigen Häusern möglich, in den bei Komplettsanierungen für jede Wohnung Zwischenzähler eingebaut wurden.

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