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Waldbrand in Altena: Feuer gelöscht - Kontrollflug mit Drohne

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Von: Markus Wilczek

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100.000 Quadratmeter Wald standen in Altena in Flammen. Mittlerweile ist das Feuer gelöscht. Die Feuerwehr hat über Nacht Brandwache gehalten.

[Update, 22. Juli, 11.58 Uhr] Bei den Löscharbeiten am Hegenscheid kamen zum ersten Mal auch Waldbrandkomponenten, die der Märkische Kreis zentral vorhält, zum Einsatz. Ein am Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum Rosmart stationierter Gerätewagen Logistik war auf Grund der Wettermeldungen im Vorfeld bereits mit den Waldbrandkomponenten beladen worden. Die Systeme bestehen aus Löschrucksäcken, kleinen Pumpen, Lasten-Rucksäcken mit speziellen Schläuchen, Strahlrohren und Verteilern sowie Handwerkzeug und sogenannten „Kreisregnern“. Diese Kreisregner (baulich ähnlich übergroßen Rasensprengern) wurden zum Schutz der bedrohten Wohnbebauung aufgebaut und bildeten ohne Personaleinsatz eine Riegelstellung in Form einer Wasserwand.

[Update, 22. Juli, 11.04 Uhr] In einer ersten Bilanz des Großeinsatzes lobt Kreisbrandmeister Michael Kling die Einsatzkräfte: „Die Zusammenarbeit der Feuerwehren aus allen Städten und Gemeinden des Märkischen Kreises, der Polizei und der Hilfsorganisationen war hervorragend.“

Auch Altenas Bürgermeister Uwe Kober fand am Donnerstag lobende Worte. Das Stadtoberhaupt dankte „allen Einsatzkräften und Freiwilligen, die so unermüdlich und engagiert geholfen haben, den Brand am Hegenscheid unter Kontrolle zu bringen“. 

[Update, 22. Juli, 7.43 Uhr] Der Optimalfall scheint einzutreten: Wie es am Freitagmorgen (22. Juli) aus der Leitstelle der Feuerwehr heißt, ist der Wald in Altena nicht mehr am Brennen. Sowohl die Feuerwehr Altena als auch die Feuerwehr Iserlohn haben in der Nacht eine Brandwache gestellt. Im Verlauf des Morgens soll noch eine Lagebesprechung stattfinden. Mit einer Drohne wird der Wald zu Kontrollzwecken noch einmal überflogen.

[Update, 21. Juli, 18.05 Uhr] Gute Nachrichten aus der Kreisleitstelle: Auch dank des Regens habe sich die Lage insoweit entspannt, dass Einsatzkräfte kontinuierlich abrücken können. Der Plan über die Nacht bis in die Freitagmorgenstunden: Brandsicherheitswachen, die die Lage genau im Blick behalten. Gestellt werden diese durch die Iserlohner und die Altenaer Feuerwehr mit insgesamt rund zehn Einsatzkräften. Die Schlauchleitungen bleiben liegen, sollte schnelles Eingreifen erforderlich werden. Der Einsatzleit-Container der Feuerwehr Iserlohn steht weiterhin am Flugplatz Hegenscheid. Im Optimalfall, so die Leitstelle, könne am Freitag das Material abgebaut und der Einsatz beendet werden – doch angesichts der riesigen Fläche sei das nur schwer einzuschätzen.

[Update, 21. Juli, 13.47 Uhr] Die Suche nach Glutnestern dauert unverändert an und gestaltet sich äußerst aufwendig. „Aktuell haben wir noch immer zwischen 120 und 200 Kräfte im Einsatz“, sagte Marvin Asbeck, Pressesprecher der Feuerwehr Iserlohn. Diese momentan die Leitung des Großeinsatzes und koordiniert diesen vom Hegenscheid aus. „Das Gelände ist bergig, steinig und steil, was die Arbeiten extrem erschwert“, so Asbeck weiter. Wie der Einsatz weiter verlaufe, sei derzeit noch überhaupt nicht vorhersehbar.

Laut Feuerwehr-Pressesprecher brennen noch ein bis drei Hektar Waldfläche, am Mittwoch seien es wohl zwischen zehn und 15 Hektar gewesen. Ein Teil der Wasserversorgung wurde mittlerweile rückgebaut, weil momentan nicht so viel Löschwasser benötigt wird wie zur Hoch-Zeit des Brandes.

Die Feuerwehr ist am Hegenscheid noch immer mit Löscharbeiten beschäftigt.
Die Feuerwehr ist am Hegenscheid noch immer mit Löscharbeiten beschäftigt. © Jona Wiechowski

[Update, 21. Juli, 11.33 Uhr] Ein Wasserwerfer der Polizei nimmt erneut Aufstellung am Flugplatz Hegenscheid. Das teilte die Polizei MK gerade mit. „Im Moment besteht aber keine akute Gefahr für Wohnhäuser“, so Polizeisprecher Christof Hüls. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. „Diese gehen in Richtung fahrlässige Brandstiftung“, sagte Hüls im Gespräch mit der Redaktion. Schließlich gebe es, wenn man eins und eins zusammenzähle, in diesem steilen und unwegsamen Gelände nicht viele andere Möglichkeiten. Noch stünden die Ermittlungen aber erst ganz am Anfang.

[Update, 21. Juli, 10.30 Uhr] „Die Lage ist wieder etwas angespannter. Angetrieben durch den Wind ist das Feuer wieder angefacht“, berichtet Kreisbrandmeister Michael Kling. Deshalb wurden vier Löschzüge alarmiert: zwei aus Iserlohn sowie jeweils ein Löschzug aus Balve und Neuenrade. Anders als von der Polizei am Morgen berichtet, sind laut Mitteilung des Märkischen Kreises aktuell noch zehn Gebäude evakuiert.

Zuvor war es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gelungen, den etwa zehn Hektar (entspricht ca. 14 Fußballplätzen) großen Waldbrand auf etwa einen Hektar einzudämmen. In der Spitze waren 450 Einsatzkräfte – Feuerwehr, Polizei, THW und DRK – im Einsatz. Aktuell sind noch etwa 100 Einsatzkräfte dabei, eine Brandentwicklung in einer Baumschonung aufzuhalten.

Bei dieser Aufnahme aus der Luft ist gut zu erkennen, wie sich die Flammen am Mittwoch durch den staubtrockenen Wald am Hegenscheid fraßen.
Bei dieser Aufnahme aus der Luft ist gut zu erkennen, wie sich die Flammen am Mittwoch durch den staubtrockenen Wald am Hegenscheid fraßen. © Märkischer Kreis

[Update, 21. Juli, 9.29 Uhr] Auch am Donnerstag ist ein Hubschrauber der Polizei - mit Experten der Feuerwehr an Bord - über dem Brandgebiet unterwegs, um mögliche neue Brandstellen oder Glutnester frühzeitig aus der Luft auszumachen. Der Einsatz der Löschhubschrauber, die am Mittwochabend mit Einsatz der Dunkelheit ihre Flüge abbrechen mussten, ist aktuell nicht mehr erforderlich. „Die Wassersäcke, die sogenannten Bambi-Buckets liegen aber weiterhin bereit, so dass bei Bedarf schnell wieder zwei Hubschrauber einsatzbereit wären“, sagte Polizeisprecher Christof Hüls.

Auch zwei Wasserwerfer der Polizei, die jeweils 10.000 Liter Wasser fassen können, seinen im Ruhrgebiet in Bereitschaft. „Auch diese könnten bei Bedarf schnell am Hegenscheid sein“, so Hüls. Am Mittwoch war ein Wasserwerfer der Bochumer Bereitschaftspolizei auf der Iserlohner Seite des Hegenscheids im Einsatz, um zusammen mit den Kräften der Iserlohner Wehr die Häuser vor den Flammen zu schützen, was erfolgreich gelang.

Am Mittwoch wüteten die Flammen am Hegenscheid auf einer Fläche von rund 100.000 Quadratmetern. Mittlerweile ist das Feuer unter Kontrolle.
Am Mittwoch wüteten die Flammen am Hegenscheid auf einer Fläche von rund 100.000 Quadratmetern. Mittlerweile ist das Feuer unter Kontrolle. © Jona Wiechowski

[Update, 21. Juli, 8.58 Uhr] Die Evakuierungsmaßnahmen wurden mittlerweile aufgehoben. Wie Polizeisprecher Christof Hüls am Morgen auf Nachfrage der Redaktion mitteilte, konnten die betroffen Anwohner im Bereich Hegenscheid zurückkehren in ihre Häuser und auf ihre Höfe. „Teilweise können Anlieger den Bereich auch schon wieder mit ihren Autos befahren“, so Hüls. Für den Durchgangsverkehr dürfte der Bereich rund um den Hegenscheid aber wohl noch den ganzen Tag über gesperrt bleiben. „Denn die Löscharbeiten dauern bekanntlich noch an und sollen weiterhin nicht behindert werden. Deshalb sollten alle Verkehrsteilnehmer auch am Donnerstag noch den Bereich weiträumig umfahren“, so Hüls.

[Update, 21. Juli, 6.52 Uhr] Gute Nachrichten am frühen Donnerstagmorgen: Die Einsatzkräfte haben das Feuer über Nacht unter Kontrolle bekommen. Der Regen habe auf jeden Fall dabei geholfen, hieß es aus der Kreisleitstelle. Aber auch am nächsten Morgen laufen noch immer Löscharbeiten. Die Straßen bleiben gesperrt. Die Einsatzkräfte werden noch einmal abgelöst.

Waldbrand in Altena: „Gute Chance, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen“

[Update, 23 Uhr] Mittlerweile hat der angekündigte Regen eingesetzt. Das könnte den Einsatzkräften zugutekommen, die in der Nacht zum Donnerstag versuchen werden, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

[Update, 22.30 Uhr] „Der Brand hat sich immens und in einer rasanten Geschwindigkeit ausgebreitet“, sagt Kreisbrandmeister Michael Kling, der die Löscharbeiten in der Nacht mit rund 100 Kräften in mühsamer Handarbeit fortsetzen lässt. „Denn nachts sinkt die Bodentemperatur. In Kombination mit dem angekündigten Regen haben wir dann eine gute Chance, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen“, so Kling weiter.

Waldbrand in Altena: 100.000 Quadratmeter in Flammen, Häuser evakuiert

[Update, 22.02 Uhr] Das Feuer ist nach wie vor nicht unter Kontrolle. Weit über 400 Kräfte sind im Einsatz - das sind Feuerwehr, DRK und Polizei. Die Straßensperrungen bleiben über Nacht aufrechterhalten.

[Update, 21.45 Uhr] Es brennt weiter unkontrolliert am Hegenscheid. Jetzt haben die frischen Einsatzkräfte unter anderem der Plattenberger Wehr den Kampf aufgenommen.

[Update, 20.55 Uhr] Die Hubschrauber wurden vor wenigen Minuten abgemeldet. „Im Dunkeln können die nicht fliegen“, erklärt Polizeisprecher Christof Hüls. Denn damit sie überhaupt Wasser transportieren können, seien die schweren Nachtsicht-Geräte abmontiert worden. Der Wasserwerfer der Polizei steht weiterhin auf dem Flugplatz Hegenscheid. Aktuell wird die Altenaer Wehr abgelöst, unter anderem durch die Plettenberger Feuerwehr.

[Update, 20.28 Uhr] Nach Auskunft der Feuer- und Rettungsleitstelle des Märkischen Kreises werden zur Bewältigung der Großlage weitere Führungskräfte in Altena benötigt. Deshalb ist aktuell der Leiter der Herscheider Feuerwehr, Andre Zimmermann, auf dem Weg in die Burgstadt.

[Update, 20.12 Uhr] Aktuell sind rund 350 Einsatzkräfte im Einsatz aus dem Märkischen Kreis und dem Kreis Olpe. Die Experten aus Olpe haben die Wasserversorgung mit dem Hochleistungswasserfördersystem hergestellt. Laut Feuerwehr-Pressesprecher Philipp Selle habe der Regen die Lage zwar „minimal entspannt“. Sie sei aber immer noch sehr angespannt; das Feuer ist auch weiterhin nicht unter Kontrolle. Auch deswegen laufen gerade die Evakuierungsmaßnahmen.

[Update, 19.38 Uhr] Das Feuer ist weiterhin nicht unter Kontrolle, frisst sich weiter durch den Wald. „Das Problem ist, dass die Feuerstellen mit Fahrzeugen kaum erreichbar sind. Deswegen ist auch der Hubschrauber so viel unterwegs, um aus der Luft zu löschen“, benennt Polizeisprecher Christof Hüls die größte Schwierigkeit der Einsatzkräfte.

Einsatzbesprechung unter dem Vorzelt.
Einsatzbesprechung unter dem Vorzelt. © Jona Wiechowski

[Update, 19.18 Uhr] Das XXL-Planschbecken zur Wasserversorgung steht, hinein passen rund 15 Kubikmeter Wasser. Laut Polizeisprecher Christof Hüls ist nun auch der Wasserwerfer der Bereitschaftspolizei Bochum mit seinem 10.000-Liter-Tank eingetroffen und unterstützt von der Iserlohner Seite aus. Und noch eine gute Nachricht gibt es aktuell: Der Regen wird stärker.

Das Wasserbecken ist befüllt, hinein passen rund 15 Kubikmeter.
Das Wasserbecken ist befüllt, hinein passen rund 15 Kubikmeter. © Jona Wiechowski

[Update, 18.59 Uhr] Die Zahl der Einsatzkräfte steigt weiter, laut Philipp Selle, Pressesprecher der Feuerwehr Altena, dürften es mittlerweile rund 330 sein. Einige Viehtransporter sind mittlerweile in der Sperrzone rund um den Waldbrand eingetroffen, um möglichst viele Tiere von den Höfen zu retten. Auch die beiden Löschhubschrauber fliegen weiter. Pro Tour können sie aus ihren Bambi-Buckets knapp 800 Liter Wasser über der Brandstelle abwerfen.

[Update, 18.45 Uhr] Jetzt fallen auch die ersten Regentropfen am Hegenscheid. Das Wasser von oben dürfte den Einsatzkräften helfen.

[Update, 18.40 Uhr] Auch vier Stunden nach Beginn des Einsatzes ist das Feuer noch nicht unter Kontrolle. In Teilen des Märkischen Kreises, unter anderem in Lüdenscheid, hat es allerdings mittlerweile begonnen zu regnen und gewittern. Die Unwetterfront sollte dann bald auch den Bereich Altena/Iserlohn rund um den Hegenscheid erreichen. Bevor das Gewitter allerdings aufzieht, soll die Lage noch einmal mit einer Drohne aus der Luft analysiert werden.

Eine Drohne startet, um Aufnahmen des Brandes aus der Luft zu machen.
Eine Drohne startet, um Aufnahmen des Brandes aus der Luft zu machen. © Jona Wiechowski

[Update, 18.23 Uhr] Die Spezialisten des Wasserförderzuges aus Olpe sind aktuell damit beschäftigt eine weitere Löschwasserversorgung in Betrieb zu nehmen. Dafür wird auch eine Art XXL-Planschbecken aufgebaut, in dem Wasser zwischengelagert werden kann.

Die Einsatzkräfte bauen eine weitere Löschwasserversorgung auf.
Die Einsatzkräfte bauen eine weitere Löschwasserversorgung auf. © Jona Wiechowski

[Update, 18.15 Uhr]: Aus der Einsatzzentrale gibt es weitere Informationen zum Ausmaß der Brandkatastrophe. So brennen mittlerweile 100.000 Quadratmeter (10 Hektar) Wald. Und das Feuer ist weiterhin außer Kontrolle. Aus dem gesamten Kreisgebiet sind rund 300 Kräfte im Einsatz. Auch ein dritter Hubschrauber ist mittlerweile vor Ort. Im Bereich Hegenscheid sind die Wohnhäuser mittlerweile evakuiert, zudem wird aktuell versucht, auch möglichst viele Tiere von den Höfen in dem betroffenen Bereich in Sicherheit zu bringen.

[Update, 18.08 Uhr] Wie die Polizei soeben mitteilt, entdeckten Passanten die ersten Rauchschwaden auf der Altenaer Seite der Höhe zwischen Altena und Iserlohn gegen 14.40 Uhr. Die Polizei unterstützt die Löscharbeiten mit mehreren Hubschraubern zur Beobachtung und zu Löscharbeiten. „Zwei Polizei-Hubschrauber holen mit Hilfe von Bambi-Buckets Wasser aus der Lenne und werfen es über den schwer zugänglichen Brandstellen am Hegenscheider Steilhang ab“, so Polizeisprecher Christof Hüls. Die Zufahrtsstraßen zum Hegenscheid und zum Wixberg sind von beiden Seiten jeweils im Tal gesperrt. „Die Zufahrten sollten unbedingt frei gehalten werden für die Einsatzfahrzeuge“, appelliert die Polizei. Auch der Luftraum über Altena ist gesperrt. Weitere Kräfte der Polizei aus umliegenden Polizeibehörden übernehmen Absperrungsmaßnahmen und Lotsendienste. „Das Feuer zieht bergwärts in Richtung bewohnter Gebiete am Hegenscheid, weshalb dort Anwohner ihre Häuser verlassen mussten“, so Hüls.

[Update, 18 Uhr] Rund 600 Meter unterhalb der Brandstelle ist die Einsatzleitung aufgebaut. Dort ist auch der Altenaer Bürgermeister Uwe Kober und informiert sich über die Lage. Auch der Katastrophenschutz ist mittlerweile eingetroffen. Einige Landwirte unterstützen die Feuerwehr mit ihren Tankwagen. Auch der Wasserwerfer ist weiter auf der Anfahrt, soll allerdings auf der Iserlohner Seite zum Einsatz kommen und mit seinem 10.000-Liter-Tank ebenfalls Wasser zum Brandort transportieren.

Die mobile Einsatzleitstelle. Von hier aus werden die zahlreichen Kräfte koordiniert.
Die mobile Einsatzleitstelle. Von hier aus werden die zahlreichen Kräfte koordiniert. © Jona Wiechowski

[Update, 17.45 Uhr] Der Hubschrauber fliegt weiter unaufhörlich zwischen der Lenne und dem brennenden Waldstück hin und her. Neues Wasser fasst er im Bereich des Lennewehres an der der Itany-Brache im Buchholz-Einmündungsbereich. Bei den angeforderten Kräfte aus Olpe handelt es sich um Pumpenspezialisten, die mit ihrem Wissen in dem steilen Gelände sicherlich gut unterstützen können. Zudem helfen Kräfte aus Menden, Hemer und auch Plettenberg.

[Update, 17.40 Uhr] Mittlerweile steht eine stabile Löschwasserversorgung mit Wasser aus der Lenne. Aber die Flammen fressen sich weiter über den Hegenscheid in Richtung Flugplatz vor. Dort laufen die Evakuierungsmaßnahmen der Polizei. Die Einsatzkräfte hoffen derzeit vor allem, dass der angekündigte Regen wirklich kommt und dies möglich schnell. Andernfalls könnte die Lage noch einige Zeit außer Kontrolle bleiben. Zur Unterstützung wurden jetzt auch Teile der Werdohler Feuerwehr nach Altena gerufen. Und auch aus Neuenrade gibt es Unterstützung. Die Kräfte sind auf dem Weg zum sogenannten Bereitstellungsraum an der Sauerlandhalle am Knerling.

[Update, 17.30 Uhr] Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Altena ab den Abendstunden (20 Uhr) vor aufkommendem Gewitter mit strichweisem Starkregen um 30 Liter Regen pro Quadratmeter in einer Stunde. Im Laufe der Nacht zum Donnerstag sind weitere Gewitter und auch ungewittriger Starkregen mit Regenmengen von 40 bis 60 Liter Regen pro Quadratmeter in wenigen Stunden möglich. Diese Regenmengen würden den Einsatzkräften sicherlich bei den Löscharbeiten helfen. Allerdings warnt der DWD im Zuge des Starkregens und der Gewitter auch vor starken bis stürmischen Windböen um 65 km/h (Bft 7 bis 8). Dies könnte die Flammen natürlich neu entfachen.

Die Einsatzkräfte kämpfen gegen den Rauch und die Flammen, können bislang allerdings wenig ausrichten.
Die Einsatzkräfte kämpfen gegen den Rauch und die Flammen, können bislang allerdings wenig ausrichten. © Jona Wiechowski

[Update, 17.10 Uhr] Die Flammen wüten weiter. Auch Kräfte aus Balve sind am Hegenscheid im Einsatz. So wurden zusammen mit dem Wassertransportzug OST MK gegen 16.15 Uhr Wehrkräfte und Fahrzeuge aus dem Hönnetal und aus Volkringhausen nach Altena beordert.

[Update, 16.56 Uhr] Weitere Kräfte im Kampf gegen den Flammen. Mittlerweile wurde auch überörtliche Hilfe aus dem Kreis Olpe angefordert. Die Einsatzkräfte befinden sich auf der Anfahrt Richtung Altena. Denn das Feuer ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Der Wind auf den Höhen facht die Flammen zudem immer wieder an und erschwert die Situation zusätzlich.

Die Feuerwehr kämpft am Hegenscheid gegen die Flammen. Bislang vergeblich.
Die Feuerwehr kämpft am Hegenscheid gegen die Flammen. Bislang vergeblich. © Jona Wiechowski

[Update, 16.37 Uhr] Die Lage wird immer dramatischer. Weil sich das Feuer weiter unkontrolliert und schnell in Richtung des Iserlohner Bereichs am Hegenscheid ausbreitet, beginnt die Polizei rund um den Hegenscheider Flugplatz jetzt mit den ersten Evakuierungen von Wohnhäusern. „Zunächst ist das eine vorsorgliche Maßnahme, aber das Feuerbreitet sich sehr schnell in diese Richtung aus“, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage der Redaktion. Auch einige Landwirte versuchen verzweifelt ihre Tiere von den umliegenden Weiden noch rechtzeitig vor den Flammen in Sicherheit zu bringen.

Die Rauchwolke ist schon aus großer Entfernung zu sehen, das Feuer breitet sich weiter aus.
Die Rauchwolke ist schon aus großer Entfernung zu sehen, das Feuer breitet sich weiter aus. © Marcel Merkert

Um besser gegen die Flammen ankämpfen zu können, hat die Polizei zudem einen Wasserwerfer (10.000 Liter Fassungsvermögen) angefordert. Weil dieser allerdings aus Bochum anrücken muss, dürfte es einige Zeit dauern, bis er es zu der Einsatzstelle geschafft hat.

Der Wald brennt mittlerweile auf einer Fläche von 200 mal 150 Metern, die Lage ist noch nicht unter Kontrolle.
Der Wald brennt mittlerweile auf einer Fläche von 200 mal 150 Metern, die Lage ist noch nicht unter Kontrolle. © Jona Wiechowski

Auch Polizei mit Großaufgebot vor Ort

„Wir sind auch mit einem Großaufgebot vor Ort, haben den Bereich weiträumig abgesperrt, denn es soll sich niemand in den Gefahrenbereich begeben“, so der Polizeisprecher weiter.

[Update, 16.29 Uhr] Das Feuer ist weiterhin außer Kontrolle, die Flammen breiten sich nach wie vor aus, denn das große Problem bleibt die Versorgung mit ausreichend Löschwasser. Die Feuerwehr ist damit beschäftigt eine Versorgung aus dem Tal aufzubauen. Wegen der Distanz und Steilheit des Geländes müssen jedoch mehrere Pumpen zwischengeschaltet werden, um das Wasser bis zur Einsatzstelle zu bekommen.

Auch der Löschhubschrauber ist weiterhin im Einsatz und leistet Unterstützung aus der Luft. Er „tankt“ regelmäßig Wasser aus der Lenne auf.

[Ausgangsmeldung] In Altena brennt der Wald. Gegen kurz nach 15 Uhr heulten am Mittwochnachmittag in der Burgstadt die Sirenen. Betroffen ist eine größere Fläche im Bereich Hegenscheid/Wixberg. Der Bereich ist weiträumig abgesperrt und sollte von allen Verkehrsteilnehmern gemieden werden.

Die Rauchsäule, die über dem Waldgebiet steht, ist schon aus großer Entfernung zu erkennen. Zur Unterstützung der Löscharbeiten aus der Luft sind mindestens zwei Hubschrauber im Einsatz.

Die Rauchwolke, die über dem Wald steht, ist schon aus großer Entfernung zu erkennen.
Die Rauchwolke, die über dem Wald steht, ist schon aus großer Entfernung zu erkennen. © Jona Wiechowski

Feuer breitet sich weiter aus

Nach ersten Informationen soll es sich mittlerweile um eine Fläche von etwa 200 mal 150 Metern handeln. Und das Feuer breitet sich weiter rasant aus, hat mittlerweile auf eine Fichtenschonung übergegriffen. Mittlerweile liegen der Feuerwehr erste Drohenbilder aus der Luft vor, die das gesamte Ausmaß des Brandes zeigen, so dass sich alle auf einen langen Einsatz einstellen.

Im Kampf gegen die Flammen im Wald ist auch ein Löschhubschrauber im Einsatz.
Im Kampf gegen die Flammen im Wald ist auch ein Löschhubschrauber im Einsatz. © Jona Wiechowski

Für die Aufnahmen aus der Luft sorgt die Drohneneinheit mit drei Einsatzkräften aus Nachrodt und Wiblingwerde. Sie hilft den Kollegen in Altena mit zwei Drohnen, um Glutnester oder Brandherde zu finden.

Momentan ist das große Problem noch die Löschwasserversorgung in dem steilen und sehr unwegsamen Gelände. Die Wehrkräfte, im Einsatz sind bislang die Kameraden aus Altena und Iserlohn, sind derzeit noch mit dem Aufbau einer leistungsstarken Löschwasserversorgung beschäftigt.

Zwei Hubschrauber im Einsatz

Mittlerweile hat auch die Polizei den Einsatz der zwei Hubschrauber bestätigt. Einer unterstützt die Löscharbeiten aus der Luft, der andere sucht nach Glutnestern. Ein dritter Helikopter war ebenfalls angefordert worden. Dies ist bislang jedoch nicht möglich, weil dieser noch beim Waldbrand-Einsatz nur wenige Kilometer entfernt in Sundern benötigt wird.

Wir berichten weiter.

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