Altena verliert weniger Einwohner

In Altena wohnen immer weniger Grundschüler.

ALTENA ▪ Wer hätte das gedacht? Die Burgstadt verliert in den letzten Jahren weniger Einwohner, als es noch kürzlich durch diverse Statistiken prognostiziert und hochgerechnet wurde. Besonders positiv: Die stark umworbene Zielgruppe der 20 bis 30-Jährigen blieb in den letzten zwölf Jahren erstaunlich stabil.

Sie sank nur um 300 Köpfe auf heute knapp unter 2000. Das stellte Stadtkämmerer Stefan Kemper am Montag vor dem Rat fest.

Er widersprach auch vehement der „hochgerechneten“ These, dass Altena im Jahre 2030 auf unter 12 000 Einwohner sinken werde. Zwar räumte Kemper – wie Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein natürlich ein, „dass keine Stadt in NRW in den letzten Jahren und Jahrzehnten bevölkerungstechnisch so bluten musste, wie wir“, doch die Rathausspitze sieht den berühmten Silberstreif am Horizont.

Dazu hatte Kemper eine Info-Grafik erstellt, die zwar den demografischen Wandel nicht ausblendete, aber auch belegte: Altenas Rekord-Verluste der letzten Jahre scheinen gemildert. Im Jahr 2008 verlor die Stadt an der Lenne 409 Einwohner. Im vergangenen Jahr waren es „nur noch“ 281. Der Vergleich der August-Zahlen – das sind die aktuellsten Kennziffern im Rathaus – scheint den Trend zu bestätigen. Bis August 2011 hatte Altena 167 verloren, bis zum 31. August diesen Jahres waren es aber „nur“ 118 Personen.

Die reine Wanderungsbilanz, also das Zahlenspiel ohne Sterbefälle, sieht sogar noch besser aus. Demnach haben unter dem Strich in diesem Jahr erst 22 Menschen der Stadt den Rücken zugewandt, gegenüber 252 Auswandern vor noch drei Jahren. Nur die Kinderseite ist und bleibt Sorgenkind: Im Jahr 2000 lebten noch 2 400 Mädchen und Jungen bis zehn Jahren am Ort. Heute sind es 1850.

Für den Bürgermeister sind diese Zahlen ein Beleg der guten Arbeit von Rat und Verwaltung. „Günstiger Wohnraum und ein gutes Bildungssystem machen sich bezahlt“, sagte er und der Rat hörte es sichtlich gern. ▪ Von Johannes Bonnekoh

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