Altena trifft Altena: Zu Besuch bei den niederländischen Namensvettern

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Die Bürgermeister der beiden Altenas, Dr. Andreas Hollstein (links) und  Marcel Fränzel, beim Besuch in den Niederlanden.

Altena – Treffen unter Amtskollegen: Altenas Bürgermeister reiste nach Altena in die Niederlande und traf den Bürgermeister der namensgleichen Gemeinde. Die arbeitet völlig anders.

Versprechen eingelöst:  Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein besuchte den Namensvetter der Burgstadt, die Gemeente Altena in den Niederlanden. Deren Bürgermeister war im Juli mit Ruderern zu Gast an der Lenne gewesen.

Die jungen Leute, die sich für eine Schulpatenschaft mit der Sekundarschule interessieren, waren mit Lehrern hier und ruderten über Lenne, Ruhr, Rhein und Maas zurück nach Holland. Bei der Zieleinkunft nach acht Tagen konnte Hollstein nicht dabei sein. Er war zu Gast beim Bundespräsidenten

Altena, Westfalen, und Altena, Brabant, trennen 253 Kilometer und knapp zweieinhalb Autostunden. Im Verwaltungsbezirk Brabant nahm sich Burgemeester Marcel Fränzel einen Arbeitstag lang Zeit, den Gast aus Deutschland durch „sein Altena“ zu führen und auch ein wenig über den Rathaus-Alltag zu plaudern. 

Papierloses Büro mit Handy und Sessellandschaft

Besonders in diesem Punkt hofft Hollstein „auf weitere Begegnungen zwischen beiden Gemeinden, denn wir können so viel voneinander lernen“. Besonders angetan war das Stadtoberhaupt von der „modernen und so anderen Arbeitsweise“ im Rathaus. 

Mehr als 320 Bedienstete gegenüber 120 in der Burgstadt arbeiten absolut papierlos. Keiner hat ein eigenes Büro – außer dem Bürgermeister. Alle Räume sind offen. Diensttelefone gibt es nicht, alles läuft über Handys. Vertrauliche Gespräche können in schalldichten Telefonzellen geführt werden. Besucher werden in kleinen Zweier-Sessellandschaften, ähnlich Strandkörben, betreut und ein Laptop angeschlossen.

Auch das Amt des Bürgermeisters trägt völlig andere Züge. Er wurde nicht von den Bürgern gewählt, sondern vom König eingesetzt. Natürlich gibt es Beigeordnete. 

Natürlich gibt es auch in Holland Probleme mit Bauen und Wohnen, Schule, Verkehr und Hafenwirtschaft. „Wir haben so vieles gemeinsam und sind doch sehr verschieden.“ Hollstein will wiederkommen und lud nach Altena ein. 

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