Kümmerer Ludger Leweke animiert zur Blutspende

Syrer liefern dem DRK seltene Blutgruppen

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Geflüchtete aus Syrien, dem Irak und aus China machten bei der Blutspende mit

Altena - Syrischen Menschen ist das Deutsche Blutspendesystem nicht fremd: Während sich hier das Deutsche Rote Kreuz um den Aderlass kümmert, ist es drüben die Partnerorganisation Roter Halbmond, die sich um die Versorgung Verunfallter und Erkrankter mit Blut kümmert.

In Syrien gibt es aber doch eine Besonderheit. Und auf die ist Ludger Leweke aufmerksam geworden, der sich ehrenamtlich um viele der jungen Männer kümmert, die ohne familiäre Anbindung nach Altena gekommen sind: „In Syrien gibt es eine Häufung der Blutgruppe AB negativ.

Begehrtes Blut: In Syrien kommt AB negativ viel öfter vor.

Das ist die seltenste Blutgruppe der Welt und deshalb ist sie hier sehr begehrt“, erklärt der Kümmerer. Während das Deutsche Rote Kreuz manchmal sogar explizite Suchmeldungen für Spender mit dieser Blutgruppe herausgeben muss, finden sich alleine in der sechsköpfigen Spendergruppe, die Ludger Leweke ins Thomas Morus Haus gefolgt ist, zwei junge Männer mit AB negativ. Für Unfallopfer oder Krebspatienten ist es ein Segen, wenn solche Konserven vorrätig sind. Auch an diese Menschen hat Ludger Leweke gedacht, als er spontan im Kreise seiner jungen Schützlinge anrief: Sechs haben spontan zugesagt. Aber es gibt noch mehr, die ich dafür gewinnen kann“, freut sich der Betreuer, der in engem Kontakt mit 20 jungen Männern steht.

Ludger Leweke ist Kümmerer und selbst fleißiger Blutspender.

Leweke selbst ist seit Jahrzehnten bei den Blutspendeterminen dabei und steht kurz vor der 100. Spende. Deshalb hat er sich auch schon mit der Häufigkeit des weltweiten Blutgruppenaufkommens beschäftigt. Am häufigsten vertreten ist O positiv, gefolgt von A positiv. Während in diesen Gruppen Quoten von 38, beziehungsweise 34 Prozent bestehen, wird es auf den unteren Rängen schon sehr knapp: B positiv sind nur neun Prozent der Weltbevölkerung, 0 negativ sieben Prozent. Weil 0 negativ aber als „Universalblut“ gilt, das sehr vielen Menschen verabreicht werden kann, sind auch diese Spender sehr begehrt. A negativ sind sechs Prozent aller Menschen auf der Welt, AB positiv drei Prozent. Vor AB negativ mit einem Prozent steht nur noch B negativ mit zwei Prozent.

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