Vor sechs Jahren

Beleuchtung in Altena umgestellt: LED amortisieren sich schnell

+

Altena – Zugegeben: Zunächst mal ging es ums Geld und weniger ums Klima, als die Stadt sich 2012/2013 daran machte, die Straßenbeleuchtung beinahe vollständig auf LED umzustellen. Im Rahmen ihrer Untersuchungen zur Haushaltssicherung hatte die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) sich nämlich auch mit der Straßenbeleuchtung beschäftigt und herausgefunden, dass nicht nur die Stromkosten, sondern auch die Ausgaben für die Wartung unverhältnismäßig hoch waren.

Gemeinsam mit den Fachleuten aus der Kämmerei und dem Bauamt rechneten die GPA-Fachleute nach und kamen zu dem Ergebnis, dass sich die Totalerneuerung der Straßenlaternen in kürzester Zeit amortisieren könnte. „Diese Erwartungen haben sich auch erfüllt“, sagt Stadtkämmerer Stefan Kemper heute, sechs Jahr nach der Aktion.

 Sie hat 2,8 Millionen Euro gekostet, 25 Prozent davon gab es als Zuschuss vom Bundesumweltministerium. Den Rest konnte die Stadt über ein zinsgünstiges Darlehn der KfW-Bank finanzieren. „Der läuft noch etwa zehn Jahre“, berichtet Stefan Kemper. Die Kosten dafür lägen „deutlich“ unter dem, was die Stadt allein an Stromkosten einspare, sagt er. Außerdem seien die Wartungskosten deutlich niedriger.

 Genaueres dazu weiß Lisa Flender, die im Rathaus für das Thema Klimaschutz zuständig ist. 2012, als Altenas Straßen noch mit alten Pilz- und Quecksilberleuchten illuminiert wurden, wurden knapp 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht, das kostete etwa 260 000 Euro. Heute werden 112 000 Euro für etwa 500 000 Kilowattstunden bezahlt. Das wirkt sich natürlich auch auf die Umwelt aus. Bis zur Umstellung habe die Straßenbeleuchtung 744 Tonnen CO2 pro Jahr verursacht, heute seien es noch 321 Tonnen, berichtet die Fachfrau.

 LED lohnt sich also doppelt – kein Wunder, dass die Stadt sich des Themas auch weiterhin annimmt. Beispiel Fritz-Berg-Haus: Für die Beleuchtung der dortigen Tiefgarage ist die Stadt zuständig, im Oktober 2016 wurde komplett auf LED umgestellt. „Die Kosten dafür haben sich inzwischen schon amortisiert“, berichtet Flender.

 LED rechnet sich vor allem dann sehr schnell, wenn nur das Leuchtmittel (also die „Birne“) ausgewechselt werden muss, wie das bei fast allen handelsüblichen Lampen der Fall ist. Die Stadt bleibt dran am Thema Bei den Straßenlaternen war das etwas komplexer: Die Masten mussten mit einer Hülse um etwa einen Meter verlängert werden, dann wurde eine nagelneue Lampe montiert. 

Das Büro der städtischen Klimaschutzbeauftragten wird übrigens noch durch eine herkömmliche Leuchtstoffröhre illuminiert. Schulen und Verwaltungsgebäude würden nach und nach auf den neuesten Stand gebracht, berichtet Flender: „Wenn da was kaputt geht, wird es nach Möglichkeit durch LED ersetzt“. Etwas anders sieht es am Reinecke-Stadion aus: Dort ist der komplette Austausch der jahrzehntealten Flutlichtanlage vorgesehen.

 Flender ist seit 2017 bei der Stadt. Eine ihrer ersten Amtshandlungen sei die Teilnahme an einer Tagung zum Thema LED gewesen, berichtet sie. „Da wurde ausdrücklich erwähnt, wie konsequent die Stadt Altena dieses Thema angepackt hat“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare