Diel: "Ich sage nicht ,auf Wiedersehen!"

FDP Altena stellt sich neu auf

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Bernhard Diel konzentriert sich auf sein FDP-Ratsmandat in Altena.

Altena - „Ich sage nicht ,auf Wiedersehen!’“ – Launig, wie gewohnt, kommentiert Bernhard Diel seinen Rückzug als Vorsitzender der FDP Altena

An der Wahl einer oder eines Nachfolgers im Amt, das er selbst mehr als 15 Jahre inne hatte, wird der Pädagoge und Lehrer aber nicht teilnehmen. „Ich bin am Sonntag, 19. Februar, verhindert.“ Eingebunden in einen Ortsparteitag, an dem als Gäste Angela Freimuth MdL und der Kandidat der FDP für die Bundestagswahl im Herbst, Michael Schulte, teilnehmen werden, treffen sich die Liberalen an diesem Morgen um 10.30 Uhr im Lokal Lennekai. Auf einer Vorstandssitzung am Mittwoch wurden erste Personalvorschläge gemacht. So bewirbt sich die Journalistin Maren Christoffer um das Amt der Vorsitzenden.

Junge Garde

Weitere Vorstandsposten gilt es nicht zu besetzen. Themen werden an diesem Sonntag unter anderem der anstehende Landtags- und Bundestagswahlkampf sein. Diel begründet seinen Rückzug aus dem Ortsverbandsvorstand mit „beruflicher Weiterentwicklung“ und „gesundheitlichen Problemen, die ich gar nicht erst aufkommen lassen möchte.“ Er übe zurzeit bereits am Ev. Gymnasium Meinzerhagen eine Funktionsstelle aus – „wer beruflich weiter nach oben will, dem wird auch ein Mehr an Arbeit aufgepackt“, sagt er. Deshalb sei er an die Parteifreunde herangetreten, im diesem Doppelwahljahr eben nicht die Lokomotive für die Partei sein zu können. „Den zu erwartenden Wahlkampf-Einsatz kann ich einfach nicht leisten.“

Keine Lokomotive mehr

Im Rat möchte Diel dagegen weiter mitarbeiten. „Ich mache das gerne, bin bis 2020 auf jeden Fall dabei. Was danach kommt, weiß ich nicht“, sagt er. Die FDP am Ort sieht er als „gut aufgestellt“ an. Christian Lindners Politik und sein Weg habe zu zahlreichen Neueintritten geführt und die Partei belebt. Den Besuch des Landeschefs vor vielen Jahren betrachtet Diel nach wie vor als „einen der Höhepunkte meiner Tätigkeit als Vorsitzender.“ Der zweifache Familienvater erinnert im Gespräch an seine oft kritische Haltung gegenüber der eigenen Partei. Zwar sei er Liberaler durch und durch und das ändere sich auch nicht. „Doch gab es viele Briefe, Mails, Anrufe oder Eingaben, wenn mir der Kurs oder manche Personalentscheidung, auf welcher Ebene auch immer, nicht gefallen haben.“ Eine Prognose für die Wahlen in Land und Bund gibt Diel nicht ab.

Tolle Dinge erreicht

Er erinnert aber an die Bundestagswahl vor vier Jahren: „Wir hatten als Liberale tolle Dinge durchgesetzt. Der Bürger hat es nicht verstanden, es als nicht geliefert bewertet. Dazu nenne ich nur das Stichwort Hotelsteuer. Das war an sich eine Sache der CDU, nicht so sehr der FDP.“ Ein wenig mulmig wird dem Lokal-Politiker im Blick auf die von vielen prognostizierten amerikanischen Wahl-Verhältnisse. Stichwort Fake-News oder Umgang miteinander. „Ich hoffe, da passiert nichts.“ Koalitionsaussagen sind für ihn zurzeit so etwas wie Kaffeesatz-Lesereien. Allerdings lässt es Diel abschließend noch einmal „knallen“. Angela Merkels Flüchtlingspolitik haben die Republik gespalten sagt er ernst. „Ich verspüre ein Brodeln und Gären unter der Oberfläche. Das wird die Wahlen in Land und Bund massiv beeinflussen.“

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