Aufzug weiter kostendeckend

64000 Mal soll nach Vorstellung der Verwaltung im kommenden Jahr im Burgaufzug die Kasse klingeln.

Altena - Haushaltsplanberatungen seien „in Grunde Kaffeesatzleserei“ – mit diesen Worten warnte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein gestern im Ausschuss für Stadtentwicklung davor, den vielen Zahlen zu große Bedeutung beizumessen. Viel wichtiger sei am Ende das Ergebnis.

Beim Burgaufzug gibt es ein solches Ergebnis aber noch nicht, zumindest kein belastbares – das erste volle Betriebsjahr endet erst am 31. Dezember. Trotzdem ist die Verwaltung wegen der bis jetzt vorliegenden Zahlen optimistisch, dass ein kostendeckender Betrieb auch 2016 möglich sein wird.

Ihren Kostenschätzungen liegen 64 000 Fahrgäste zugrunde – zur Erinnerung: Zwischen der Inbetriebnahme Ende April 2014 und dem 8. August 2015 wurden 100 000 Fahrgäste gezählt. Das brächte 2016 Eintrittsgelder in Höhe von 244 000 Euro, hinzu kämen 17 000 Euro aus Shopverkäufen. Einnahmen in Höhe von 261 000 Euro stehen im laufenden Betrieb Kosten in Höhe von etwa 240 000 Euro gegenüber. 126 000 Euro werden für das Personal gebraucht, Strom- und andere Bewirtschaftungskosten betragen 55 000 Euro. Auf 58 000 Euro summieren sich kleinere Ausgaben beispielsweise für Marketing oder die Unterhaltung der Medientechnik.

Damit erwirtschaftet die Anlage im operativen Geschäft ein Plus – das wird aber auch benötigt, weil das neue kommunale Finanzmanagement ja einerseits auch Abschreibungen kennt, andererseits aber Zuschüsse für solche Maßnahmen auf deren erwartete Lebensdauer „stückelt“ – ein übliches Vorgehen bei der Bilanzierung. Beim Burgaufzug ergibt sich aus diesem Teil der Rechnung ein leichtes Minus, das aber durch den Überschuss des operativen Geschäfts gedeckt ist. - ben.-

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