Gute Resonanz auf Angebot des MSC Altena im ADAC und der Verkehrswacht

Altena: Als Senior sicher fahren und reagieren auf der Straße

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Einparken will geübt sein.

Altena - Senioren schulen, damit sie weiter sicher am Straßenverkehr teilnehmen. Das war Sinn eines Sicherheitsparcours des Altenaer Motorsportclub MSC und der Verkehrswacht  am Samstag.

Sicher Auto fahren im Alter - unter dieser Devise stand am Samstag der große Parkplatz an der Lennehalle. Die Verkehrswacht im Märkischen Kreis (Lenne/Volme) und der Motorsportclub Altena (MSC) hatten Senioren ab 60 Jahre zu einem begleiteten Fahrtraining eingeladen. Zur Begleitung hatten sich Fahrlehrer Martin Fellmer aus Plettenberg und vier Mitglieder des MSC eingefunden: Dominic Löttgers, Gerd Piepenstock, Björn Schlese und Jan Stracker. Die Nachfrage entwickelte sich gut: Schon am frühen Nachmittag hatten 17 Frauen und fünf Männer den Parcours durchfahren, der mit Begrenzungskegeln abgesteckt worden war.

Gutes Sehen ist auch im Seniorenalter wichtig.

An der ersten Station mussten beim Heranfahren an zwei Gatter Entfernungen vor und hinter dem Auto abgeschätzt werden. An Station Drei bis Fünf musste seitlich, vorwärts und rückwärts in Parkboxen eingeparkt werden. Eine Slalomfahrt zwischen Kegeln rundete die Fahrt ab. Die Begleiter bewerteten die Fahrleistungen sehr positiv: Nur bei einem Senior hatten sie Zweifel, ob dieser weiterhin am Straßenverkehr teilnehmen sollte. Es ging an diesem Tag allerdings überhaupt nicht um Sanktionen oder gar den Führerschein, sondern ausschließlich um Beratung. Das Alter der Teilnehmer reichte dabei von Anfang 60 bis fast 90 Jahre. 89 Jahre zählte die älteste Teilnehmerin, 86 Jahre der älteste Teilnehmer. Viele kamen aus Städten und Gemeinden außerhalb Altenas: Schalksmühle, Kierspe, Halver, Lüdenscheid und Neuenrade. Die Beifahrer auf dem Parcours freuten sich über lebensgeschichtlich geprägte Erzählungen während der Fahrt und äußerten eine Vermutung, warum der Frauenanteil so hoch war: Einige von ihnen hätten nach dem Verlust ihres Partners kurzfristig wieder selber ihr Auto steuern müssen. Beim Autofahren war das Wetter letztlich gleichgültig, doch für die Veranstalter war es von Vorteil, dass die Sonne immer mehr die Oberhand gewann. Denn im Empfangsbereich unter freiem Himmel ergaben sich viele Gelegenheiten, die Gespräche noch weiterzuführen und sich mit Kaffee zu stärken. Ergänzend zu den praktischen Fahrübungen bot die Verkehrswacht Sehtests und Reaktionstests an. Günter Peterat erklärte die erzielten Werte und erinnerte daran, wie viele Meter ein Fahrzeug durch Reaktionszeit und anschließendem Bremsweg schon bei 50 Stundenkilometern zurücklegt. Auf der Basis individuell ermittelter Reaktionszeiten wurde der bis zum endgültigen Anhalten zurückgelegte Weg ermittelt. Bei der Reaktionszeit des mit 0,254 schnellsten Probanden und 50 Stundenkilometern hält das Auto bei trockener Fahrbahn erst nach 15 Metern. Bei 30 km/h sind es „nur" etwa neun Meter.

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