Zahl der Einwohner sinkt kontinuierlich

Altena schrumpft weiter 

Die Zahl der Einwohner in Altena sinkt kontinuierlich.
+
Die Zahl der Einwohner in Altena sinkt kontinuierlich.

Es geht weiter bergab - zahlenmäßig. Die Zahl der Einwohner in Altena sinkt kontinuierlich. Doch eine Kommune im MK schrumpft noch schneller.

Altena – Immer in der Jahresmitte veröffentlicht IT NRW als für Statistik zuständiger Landesbetrieb Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung und löst damit in Altena selten Freude aus. So auch 2021: 8185 Männer und 8342 Frauen lebten Ende 2020 in der Burgstadt. Das sind zusammen 16.527 und damit 191 weniger als 2019. Der prozentuale Rückgang betrug 1,14 –immerhin gab es Jahre, da lag der Rückgang bei deutlich über zwei Prozent.

Schneller als Altena schrumpfte im Jahr 2020 im Märkischen Kreis nur die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde. Dort ging die Zahl der Einwohner innerhalb eines Jahres um 80 oder 1,2 Prozent auf 6466 zurück.

Herscheid und weitere Kommunen im MK wachsen

Im Kreisdurchschnitt sank die Einwohnerzahl um nur knapp 0,4 Prozent. Und: Es gibt zwischen Hönne und Volme durchaus auch Kommunen mit steigenden Einwohnerzahlen. Herscheid zum Beispiel wuchs um 0,5 Prozent auf 6988 Einwohner. Weitere Kommunen mit Einwohnerzuwächsen sind Balve, Meinerzhagen und Werdohl.

Zwei Faktoren beeinflussen die Entwicklung der Einwohnerzahlen. Da ist zum einen das sogenannte Wanderungssaldo, also die Differenz zwischen Zuzügen und Fortzügen. Für 2020 hat IT NRW dazu noch keine Zahlen vorgelegt. Angaben für den Zeitraum 2015 bis 2019 finden sich im Kommunalprofil, dass der Landesbetrieb für jede NRW-Kommune angelegt hat und das regelmäßig aktualisiert wird. Danach ist das Wanderungssaldo in Altena in etwa ausgeglichen: Im Jahresdurchschnitt wurden 986 Zuwanderungen registriert und 992 Fortzüge.

Viel mehr Sterbefälle als Geburten

Für 2017 können die Landesstatistiker sogar sagen, woher die Neu-Altenaer kamen. 156 Zuzüge aus Lüdenscheid wurden registriert, 56 aus Iserlohn und 55 aus Nachrodt. Umgekehrt zogen 154 Altenaer nach Lüdenscheid, 77 nach Iserlohn und 58 nach Werdohl.

Ein zweiter Faktor ist natürlich der Geburtenüberschuss, der in Altena schon lange keiner mehr ist. 154 neue Erdenbürger registrierte das Standesamt im Jahr 2019 – ein Rekordwert, 2014 gab es nur 110 Geburten. Den 154 Geburten im Jahr 2019 standen allerdings 295 Sterbefälle gegenüber.

In einer Modellrechnung wagt das Landesamt auch eine Vorhersage über die zukünftige Entwicklung der Einwohnerzahl. Sie soll in Altena Anfang 2025 bei 16.380 liegen und bis 2040 auf 14.783 zurückgehen. Etwa jeder dritte Einwohner wird dann älter als 65 Jahre sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare