Altena hat schöne Gärten: „Unsere Rosen sind topp!“

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Sigrid und Wolfgang Jürgens lieben ihren kleinen Gartenim Herzen der Stadt. ▪

ALTENA ▪ „Mein Garten“ heißt eine neue Serie. In loser Folge werden dabei die grünen Oasen Altenas vorgestellt. Pure Blütenpracht, aparte Blattschmuckpflanzen, Wasser oder eine große Terasse: Die Altenaer haben tolle Gärten. Das Kreisblatt stellt sie vor, kommt in ihr „Grünes Refugium“. Nur Mut, Rufen Sie uns an. Wir freuen uns: 02352/91 87 26. Von Johannes Bonnekoh

Seit knapp acht Wochen leben Sigrid und Wolfgang Jürgens in ihrem „Knusperhäuschen“. „Immer wieder bleiben Passanten stehen und sagen, ,schön haben Sie‘s hier, aber dass Sie in dem kleinen Haus        Im Küstersort 14 wohnen können?‘“, erzählt das Ehepaar.

Das denkmalgeschützte Häuschen umgibt ein winziger Garten. Doch der ist der ganze Stolz des Ehepaares. „Unsere Rosen sind leider schon verblüht. Aber irgendwie unverwüstlich“, haben die beiden festgestellt. Und die Rasenfläche, die das Häuschen umgibt, ist so winzig, „dass ich das Grün bequem mit dem Rasentrimmer pflegen kann. Ich sag‘ immer, wir sind Naturfreunde, das ist eine Ökowiese“, schmunzelt Wolfgang Jürgens. Er hat es einfach satt, immerzu erklären zu müssen, warum er nicht den Rasen mit einem herkömmlichen Mäher zu Leibe rückt.

Stolz sind die beiden Altenaer auf ein Zufalls-Mitbringsel von der Mosel. „Wir haben vor 15 Jahren und dann noch einmal etwas später Weinreben mitgebracht. Ganz kleine Setzlinge“, sagt das Paar. Daraus wuchsen herrliche Weinstöcke heran, die auch zur Zeit dicke Trauben entwickeln, die in der Sonne der Burgstadt heranreifen. „Viele haben es uns schon nachgemacht im Ort“, erzählt Sigrid Jürgens, deren Ehemann einmal eine Versicherungsagentur in dem kleinen Häuschen betrieb. Weil der Wein von der Mosel herrlich anging, sollten die Rosen, von einem harten Winter gezeichnet, eigentlich ausgerissen werden. „Wir haben sogar versucht, den Stock mit Laugenwasser auszumerzen. Nichts zu machen. Er schlägt immer wieder aus und jetzt, jetzt haben wir wirklich unsere helle Freude daran“, sagt die Eigentümerin.

Nicht vergessen hat sie der Stadt Altena, dass ihr erst noch vor 18 Jahren geraten wurde, „das Haus abzureißen. Das wäre ein fauler Zahn im Stadtbild, wurde mir gesagt.“ Natürlich, sie hätten schon investieren müssen, „aber wir können die jahrhundertealte Geschichte dieses Hauses sogar mit historischen Urkunden bis 1702 belegen. Das Gebäude selbst aber ist noch viel, viel älter und hat für uns so viel Ambiente.“

Die kleine weiße Bank im Garten nutzt das Ehepaar Jürgens zum Ausruhen und Genießen. Und oft schauen einfach Passanten vorbei, die auf den Bus warten, schlendern oder schauen und möchten ein Foto machen. Von dem Häuschen, der Bank, und dem Mini-Garten mitten in der Stadt.

Vor dem weiß getünchten Gemäuer stehen noch Kübelpflanzen und an den kleinen Fensterchen hängen Kästen mit prächtig gedeihenden Geranien. „Wir können unser Haus sogar einmal umrunden. Das ist uns schon wichtig. Und wir haben im Garten, auch wenn er eigentlich klitzeklein ist, das ganze Jahr über Blumen. Kommen Sie erst mal hier vorbei, wenn der Schnee im Frühjahr weg geschmolzen ist. Alles weiß, voller Schneeglöckchen, dann kommen die Krokusse, Narzissen. Das ist schon eine Augenweide.“

Mein Garten

Pure Blütenpracht, aparte Blattschmuckpflanzen, Wasser oder eine große Terasse: Die Altenaer haben tolle Gärten. Das Kreisblatt stellt sie vor, kommt in ihr „Grünes Refugium“. Nur Mut, Rufen Sie uns an. Wir freuen uns: 02352/91 87 26.

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