Kompliziertes Bauwerk am Markaner bleibt bis Weihnachten 2018 Baustelle

Altena: Neue Brücke wird nicht fertig

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Der Fortgang der Arbeiten an der neuen Fußgängerbrücke in Höhe Markaner interessiert die Altenaer. Immer wieder schauen sie den Arbeiten zu.

Altena - In vier Wochen sollte die neue Fußgängerbrücke am Markaner fertig sein. Doch wer heute dort vorbei schaut, bemerkt, es wird zwar gebaut, aber dieser Fertigstellungstermin wird wohl nicht zu halten sein.

Was Laien ahnen, bestätigte Roland Balkenhol am Montag vor dem Rat. Der Stadtplaner: „Die Verwaltung geht davon aus, dass die Brücke etwa zur Weihnachtszeit 2018 fertiggestellt sein wird.“ So hinke sowohl der Stahlbauer als auch eine weitere Fachfirma, die ihren Hauptsitz in München habe, mit dem Erledigen der Arbeiten nach.

Vertragsbrüchig sei in diesem Fall aber niemand. Balkenhol führte aus, dass letzten Endes die beauftragten Unternehmen den Bau der Fußgängerbrücke nur übernommen hätten, wenn sie keinen festen Termin nennen müssten.

Die Aufständerung, auf der einmal das neue Brücken-Bauwerk in Höhe Markaner liegen wird, ist inzwischen gegossen.

Alle hätten von Anbeginn wegen weiterer, öffentlicher Großaufträge mit offenen Karten gespielt und angeboten, notfalls den Auftrag ablehnen zu müssen. Jetzt habe sich das Abarbeiten eines der Großaufträge etwas hinausgezögert. Folge: Die Verschiebung des Fertigstellungtermines in Altena um etwa sechs Monate.

Balkenhol räumte auch mit dem Vorurteil auf, man könne doch Fertigteile montieren und verbauen, alles sei doch in Zeiten von Hightech halb so schlimm. Weil das Brückenbauwerk eine neue Höhe erhalten habe, gestalte sich das dadurch erforderliche mehrfache Verschwenken des Überganges als sehr kompliziert.

Stahlbauer und Brückenbauer

Das müssten die Stahlbauer und Brückenbauer erst vor Ort durchdenken, zeichnen, richten und dann umsetzen. Im Fachjargon spreche man davon, dass ein solcher Auftrag vonseiten des Auftraggebers nur mit Leitdetails vorgegeben werde könne.

Matthias Bergfeld, SPD, fragte in diesem Zusammenhang nach dem Stand des mehrheitlich vom Rat abgelehnten „Maschendrahtzauns“ entlang des neuen Brückengeländers. Nach Augenblicken der Stille und verdutzten Blicken, sagten Balkenhol und der Bürgermeister, ein Maschendrahtzaun stehe nicht zur Debatte.

Drahtseile werden gespannt

Es seien vielmehr Absperrungen mit gespannten Drahtseilen geplant. Der SPD-Mann nahm es kopfschüttelnd zur Kenntnis - ihm sprang auch niemand aus dem Rat bei. Eine Diskussion entzündete sich nicht. Den Sachstand Brücke nahmen die Ratspolitiker wie die gesamte andere Tagesordnung des Rates kommentarlos zur Kenntnis.

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