Ferber (SPD) gewinnt – Verlierer sind die Linken

Schnell erledigt war die Auszählung im evangelischen Gemeindezentrum: Nur 155 Stimmen waren abgegeben worden – damit waren Dennis Bomkamp, Fabian Günster, Frank Wachsmuth (von links) und die anderen Mitglieder des Wahlvorstandes in 15 Minuten fertig.

Altena - Großer Verlierer der Nachwahl zum Stadtrat sind völlig überraschend die Linken: Kein einziger Wähler des Wahlbezirks Mühlendorf/Linscheider Bach stimmte für sie. Das hat zur Folge, dass sich ihr Gesamtwahlergebnis im Vergleich zum Mai um 0,02 Prozent verschlechterte. Dieser minimale Rückgang kostet die Partei eins ihrer beiden Ratsmandate und damit auch den Fraktionsstatus. Andreas Michel ist ab sofort der einzige Vertreter der Linken im Stadtrat.

Die SPD ist dadurch gleich doppelter Gewinner der Wahl. Zum einen hatte ihr Kandidat Markus Ferber am Ende die Nase vorn, zum anderen gewinnt sie einen Ratssitz hinzu und ist jetzt mit zehn Politikern im Rat vertreten.

52,3 Prozent der nur 155 Wähler (Beteiligung: 21,4 Prozent) machten ihr Kreuz beim SPD-Bewerber Ferber, der damit das Direktmandat holte. Im Mai hatte noch Alexander Stein von der CDU die Nase vorn gehabt. Er landete am Sonntagabend mit 41,2 Prozent nur auf Platz zwei und hat damit seinen Ratssitz verloren. Weil die CDU dort aber nach wie vor 15 Mandate hat, rückt Paul Ricker aus Evingsen über die Reserveliste seiner Partei in den Rat ein.

Der von den Linken verlorene Sitz geht an die SPD, weil sich ihr Stadt-Ergebnis im Vergleich zu dem im Mai um 0,2 auf 29,87 Prozent verbesserte. Das reicht für zehn Sitze – gut für Hartmut Göss, mit dessen Ausscheiden aus dem Rat für den Fall, das Ferber das Direktmandat gewinnt, eigentlich fest gerechnet worden war. Jetzt bleibt er Ratsmitglied. - ben.-

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