Kommunen geben grünes Licht für Talentschule

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In der Sekundarschule soll die Talentschule etabliert werden.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde – Zusammen haben die Schulausschüsse getagt: Denn es ging um das Projekt Talentschule an der Sekundarschule mit Standorten in beiden Kommunen. Das Votum war eindeutig.

Nur eine Protokollführerin, aber zwei Vorsitzende und zwei Abstimmungen: Etwas ungewöhnlich war das Procedere, als es am Donnerstag um die Frage ging, ob die Sekundarschule sich am Schulversuch Talentschule beteiligen soll. 

Weil sie interkommunal ist, also von Altena und Nachrodt-Wiblingwerde gemeinsam getragen wird, musste in beiden Kommunen darüber abgestimmt werden. Der Einfachheit halber trafen sich daher die Schulausschüsse zu einer gemeinsamen Sitzung. 

Nach gründlicher Erläuterung durch Schulleiterin Anne Rohde wurde getrennt abgestimmt, beide Ausschüsse sagten „Ja“ zur Talentschule. 

Damit kann jetzt der entsprechende Antrag an die Bezirksregierung gestellt werden. Ob er genehmigt wird, entscheidet sich laut Rohde im November. 

Zum Hintergrund: Ein nicht unerheblicher Teil der Schülerschaft hat einen bildungsfernen Hintergrund. Das erfordere es, individuelle Lern- und Leistungspotenziale durch neue Konzepte besser zu fördern und so die Lernerfolge zu verbessern, erklärte die Schulleiterin. 

Ziel der Schule ist es, im Bereich „Mint“ noch stärker zu werden. Das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Schüler, die in diesen Fächern gut seien, hätten in der Region besonders gute Aussichten auf einen Ausbildungsplatz, sagte Rohde. 

Die Sekundarschule sei räumlich und personell in Sachen „Mint“ schon sehr gut aufgestellt, wolle in diesen Fächern aber noch mehr Unterricht erteilen. Das ermögliche unter anderem, das experimentelle Lernen und Arbeiten auszuweiten. 

Als Talentschule bekäme die Sekundarschule sofort drei zusätzliche Planstellen, erklärte Rohde auf Nachfrage des Altenaer CDU-Politikers Christian Klimpel. „Die Güte des Unterrichtes kann sich natürlich verbessern, wenn man mehr Ressourcen hat.“ 

Christian Pohlmann (SPD Nachrodt) wollte wissen, ob es wohl gelingen werde, die zusätzlichen Stellen auch zu besetzen. Da sei sie zuversichtlich, entgegnete die Schulleiterin. 

Auf Anfrage von Britta Rückweg aus Nachrodt bestätigte Rohde, dass die Anmeldezahlen an der Sekundarschule rückläufig seien. Sie hoffe, dass sich dieser Trend umkehren lasse. Die Tatsache, dass der „Mint“-Bereich gestärkt werde, gehe nicht zulasten anderer Fächer, betonte Rohde und berichtete auch, dass die schulischen Gremien und damit auch die Eltern dem Vorhaben positiv gegenüberstehe. Danach hatte der Altenaer SPD-Politiker Reiner Kemmerling gefragt.

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