Kultur mit spitzer Zunge:

Altena: Lucy van Kuhl beobachtet und seziert gekonnt den Alltag

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Lucy van Kuhl stellt am 24. Februar ihr neues Programm in der Burg Holtzbrinck vor: Fliegen mit Dir!

Altena - Seit sie auf der Bühne steht, nennt sie sich Lucy van Kuhl. Geboren wurde die Künstlerin als Corinna Fuhrmann, was aber an sich nebensächlich ist. Denn wenn die junge Frau singt, spricht – eben mit Musik und Wort die Alltagswelt aufs Korn nimmt – sollte man schon genau hinhören.

Altenaer haben dazu jetzt am Samstag, 24. Februar, ab 20 Uhr, in der Burg Holtzbrinck die Gelegenheit. Auf Einladung des Kulturringes gastiert die junge Frau dann in der Bürgerburg mit ihrem Soloprogramm: „Fliegen mit Dir ist lustig und ,wat fürs Herz’“. In Moderationen und Liedern kommentiert sie in Altena typische Alltagssituationen und Menschliches. Kritiker bescheinigen ihr „eine authentischen Art“ und „große Nähe zum Publikum“, das sie zwei Stunden lang in ihre ganz spezielle Welt einführe.

Nähe zum Publikum

So erzählt sie von Konzertreisen mit der Deutschen Bahn und von Kreuzfahrten, frotzelt die Berliner Bio-Gesellschaft und besingt die Sehnsucht von Herrn Schmidt. Die Problematik eines keimfreien Toilettengangs im ICE beschäftigt sie ebenso wie die melancholische Betrachtung eines Schulfreundes im Café. Das alles sind für Lucy van Kuhl „Themen einer jungen Großstädterin.“ Sie sagt über sich selbst, sie sei eine „messerscharfe Beobachterin“ und liebe es, das Gesehene „auf liebevolle Art zu sezieren.“

Yoga für die Bauchmuskeln

Kritiker bescheinigen ihr, das, was sie auf die Bühne bringe, sei irgendwie Yoga für die Bauchmuskeln: Anspannung – Entspannung und am Ende gehe man beglückt nach Hause. Ihr Weg auf die Bühne war keineswegs vorgezeichnet. Auf ihrer Homepage gibt sie preis: „Gleich nach dem Abitur auf einem erzbischöflichen Gymnasium in Köln habe ich begonnen, mein Leben hauptsächlich im Zug zwischen München und Linz zu führen.“ Resultate seien neben einer silbernen Bahn-comfort-Karte, ein Magisterabschluss in Literaturwissenschaft und ein Klavierdiplom. Und weiter stellt sie sich auf ihrer Homepage vor: „Wort und Musik – das sind meine Steckenpferde.

Halte nicht gern die Klappe

Und da ich ungern die Klappe halte, will ich auf der Bühne jetzt auch reden und singen.“ Der Eintritt kostet 18 Euro. Kulturring-Mitglieder zahlen 13 Euro für das Ticket. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen. 

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