Haus Lennestein wird rundum erneuert / Festsaal bereits fertiggestellt

Die Auferstehung des Hauses Lennestein

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Die gesamte Außenfassade wird erneuert. In drei bis vier Wochen soll die Vorderseite fertiggestellt sein. Danach folgen die restlichen Seiten. Auch einen neuen Anstrich wird der Lennestein bekommen. In welcher Farbe verrät Mehmet Karakus noch nicht.

Altena - „Das wird alles ‘nigelnagelneu’“ sagt Mehmet Karakus, Inhaber und Geschäftsführer des Hauses Lennestein, und blickt das Gerüst empor. Das Ziel der Arbeiten: Den historischen Zustand wiederherstellen. 

Seit Monaten wird das historische Gebäude an der Werdohler Straße saniert – der Festsaal ist bereits hergerichtet.

Charme des 20. Jahrhunderts spürbar

Der Anblick ist etwas für Nostalgiker. Der alte Festsaal des Hauses Lennestein erstrahlt im Glanz vergangener Zeiten. „Wir haben uns beispielsweise an alten Fotos orientiert“, erklärt Karakus. Und so wird der Charme des frühen 20. Jahrhunderts spürbar. 

Trotzdem ist alles modern ausgestattet. Spezielle Beleuchtung, ein großer Tresen und eine rundum neu gestaltete Großraumküche – der Saal ist ein Mix aus alt und neu und bereits voll funktionsfähig. 

Zahlreiche Details 

Während eines Rundgangs weist Karakus immer wieder auf die zahlreichen Details hin. Auf der Toilette gebe es beispielsweise ein spezielles Licht, das entspannend auf Besucher wirke. „Das wurde von Experten entwickelt.“ 

Arbeiten am Haus Lennestein

Im Erdgeschoss sieht es ganz anders aus. Das wird allerdings nicht direkt sichtbar. Denn Lampen fehlen noch – es ist „stockduster“. Mit einem Scheinwerfer leuchtet Karakus in die Dunkelheit. Was man sieht, passt so gar nicht zu dem aufgeräumten Bild aus dem Festsaal. 

Zahlreiche Kabel, Rohre und alte Wände, an denen der Putz bröckelt sind zu erkennen. Dass hier bald schon ein schickes Restaurant mit angeschlossener Kegel- und Bowlingbahn sein soll, ist kaum vorstellbar. 

Kosten "gehen in die Millionenhöhe"

Doch der Inhaber betont: „Oben war der Zustand fast noch schlimmer. Und gucken sie, wie es jetzt nach der Renovierung aussieht.“ Die Kosten für die gesamten Arbeiten „gehen in die Millionenhöhe“, sagt Karakus. 

Bis Ende des Jahres sollen sie abgeschlossen sein. Dafür wird auch an der Fassade fleißig gewerkelt. Dachdecker der Firma Kranz decken den kleinen Turm mit Schiefer neu ein. Außerdem soll das ganze Haus einen neuen Anstrich bekommen. In welcher Farbe verrät Karakus noch nicht. 

Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, muss alles mit der Fachbehörde abgeklärt werden. „Das funktioniert super.“ 

"Highlight" werde der Eingangsbereich

Ein „Highlight“ werde der Eingangsbereich, verspricht er. Dort soll ebenfalls an die Anfangszeiten des Hauses Lennestein erinnert werden – mit einem Nachbau der historischen Holztür. 

Dieser wird von Tischlerei Harte angefertigt. Anhand von Fotos aus dem Stadtarchiv will sie die Tür rekonstruieren. Wie das Gebäude an sich – ein Fall für Nostalgiker.

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