Auf der Beliebtheitswelle von Feuerwehrmann Sam / Auftaktfest am 2. September

Altena: Kinderfeuerwehr startet am Samstag mit Kennenlerntag

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Die riesigen Autos sind natürlich der Knüller. Die Kinder werden mit allem vertraut gemacht, um ihre Lust auf die Wehr zu wecken.

Altena - Der Ansturm auf die Kinderfeuerwehr ist mit einem Stichwort erklärt: Feuerwehrmann Sam. Der animierte Held aus dem Kinderkanal hat viele Fans, weshalb sich die Altenaer Jugendfeuerwehr nicht sorgen muss, ihr neues Angebot für die Kleinsten nicht vollzukriegen. 

Am Samstag war Kennenlerntag auf der Wache. Viel tun müssen Anna Katharina Denkhaus und Kai Spelsberg nicht: Der Feuerwehrfuhrpark vor der Wache wirkt wie ein magischer Spielplatz auf die Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zehn Jahren. 

"Nur keine Knöpfe drücken"

Die „alten Hasen“ und Betreuer der Jugendfeuerwehr passen gut auf, heben die Knirpse auf die hohen Sitze und gestatten ihnen auch, mal auf dem Maschinistenplatz an der Drehleiter Platz zu nehmen. „Nur keine Knöpfe drücken!“ ist oberstes Gebot. 

Dass die Kinder von heute aber mal mit 18 in den regulären Feuerwehrdienst eintreten und den Umgang mit diesen großen Fahrzeugen lernen, das ist wahrscheinlich und erwünscht. 

Offizieller Festauftakt zur Kinderfeuerwehr ist zwar erst am 2. September rund um die Burg Holtzbrinck, doch die Jugendfeuerwehrleiter Anna Katharina Denkhaus und Kai Spelsberg wollten die angemeldeten Familien schon vorher einmal willkommen heißen, weshalb in der Fahrzeughalle der Wache Kaffeetische aufgebaut sind und der Duft von Waffeln und Kuchen durch die Wache weht. 

Alle Eltern tragen ihre Kontaktdaten ein und tauschen sich im Gespräch aus. „Die Mütter und Väter sollen ja über unsere Arbeit mit den Kindern Bescheid wissen. Wir sagen ihnen, wo sie im Umfeld der Wache parken können und wo wir demnächst mit ihren Sprösslingen hinfahren.“ Klassische „Dienste“, wie die Jugendfeuerwehr sie 14-tägig montags durchführt, wird es in der Kinderfeuerwehr noch nicht geben. 

Löschhäuschen wird zum Einsatz kommen 

Vermittelt werden Inhalte über Brandschutz und Feuerwehrwesen. Ganz spielerisch und nicht zu kompliziert. Das Löschhäuschen wird zum Einsatz kommen, die Kinder werden Jacken und Helme anprobieren. Darüber hinaus wird gespielt und gebastelt, auch Ausflüge sind eingeplant. 

„Ganz allgemeine Jugendarbeit, denn wir möchten Kinder in erster Linie zeigen, dass Feuerwehr eine gute Gemeinschaft ist und dass es sich lohnt, sich hier zu engagieren.“ Mit zwölf können die Kinder in die Jugendfeuerwehr überstellt werden, mit 18 in die Erwachsenenwehr. 

Für Kinder, die auf dem Weg die Lust verlieren, umziehen oder keine Zeit mehr haben, rücken Kinder von der Warteliste nach. „Das wird passieren, deshalb sollten die Kinder, die jetzt noch nicht unter den ersten 20 sind, nicht traurig sein“, so Spelsberg. 

Auch deshalb sollten sich Interessenten auf die Warteliste setzen lassen. Aktuell stehen sieben Namen darauf. Schon kurz nach Bekanntgabe des neuen Angebots war der Ansturm da. Der beliebte Feuerwehrmann Sam aus dem Fernsehen hat ebenso seinen Anteil daran, wie auch Wehrleiter Alexander Grass, der zum Beispiel den sechsjährigen Pete angeworben hat. Der hatte schon mal ein bisschen Angst vor Sirenen, bei der Kinderfeuerwehr kann ihm diese genommen werden. 

"Bei Flüchtlingskinder kann Angst ausgeprägter sein"

„Bei Flüchtlingskindern“, das weiß Kai Spelsberg, „kann diese Angst sogar noch ausgeprägter sein, weil sie Feuerwehr als rein militärische Instanz in ihrer alten Heimat kennengelernt haben.“ Die Kinder aus der Kinderfeuerwehr können ihren von diesen Sorgen betroffenen Klassenkameraden gute Multiplikatoren sein und ihnen zeigen, dass Feuerwehr hier nichts Böses ist. 

Die Hauptamtlichen auf der Wache machen montags gern von 16.30 bis 17.30 Uhr Platz für den jüngsten Nachwuchs. „Wir werden vom Wachteam super unterstützt“, freut sich die Jugendwehrleitung, die mit den Kindern bald zum ersten Rundgang durch die Räume aufbricht.

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