VHS kehrt zu ihren Wurzeln zurück

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Patrica Causemann (links) und Marlies van Gemert präsentieren die neuen Programmen der Volkshochschule.

Altena  -  Lehrgänge zur Erlangung eines Schulabschlusses, Englisch unter anderem für geschäftliche Telefonate und Sprachunterricht in noch neun anderen Sprachen – die VHS Lennetal konzentriert sich auf ihr Kerngeschäft.

Von Thomas Bender

Das verdeutlicht das Jahresprogramm, das zum Ende der Sommerferien fertig wurde und ab sofort an den üblichen Stellen (also zum Beispiel bei Geldinstituten und in Verwaltungsgebäuden) ausliegt. Sprachkurse, Mathematik für Eltern und für Schüler, die sich auf das Abitur vorbereiten – es wird wieder viel gebildet bei der VHS. Und das vor Ort: Studienreisen, in der Vergangenheit des öfteren ein Stein des Anstoßes, gibt es kaum noch. Zwei Stück sind noch ausgeschrieben – aber nur deshalb, weil bereits Verträge unterschrieben waren, als die Verbandsversammlung unlängst das „Aus“ für diese personalintensive Variante der Erwachsenenbildung beschloss. „Solche Fahrten wird es demnächst wohl gar nicht mehr geben“, sagte Marlies van Gemert, die Leiterin des VHS-Büros in Altena.

Sie hat viele Akzente gesetzt im neuen VHS-Programm. „Vernetzung ist wichtig“, erklärt sie. Deutlich wird das anhand einer Kooperation mit dem Apollo-Service-Kino, das zusammen mit der VHS an sechs Terminen englische Filme in der Originalfassung zeigt – gut vor allem für die Teilnehmer der Englischkurse. Mit Jugendamt und Familienzentren kooperiert die Volkshochschule schon lange, bietet auch diesmal wieder Lehrgänge für angehende Tageseltern an und neuerdings auch in Marte Meo. Die Ausstellung des Kreisarchivs zum Ersten Weltkrieg begleitet sie mit einer Reihe von Vortragsveranstaltungen.

Neu sind Angebote, die die Arbeit des Stellwerk mit und für pflegende Angehörige begleiten. Dazu gehören neben verschiedenen Vorträgen auch Entspannungsangebote. Pfiffig: Die Kurse finden parallel zu den Betreuungsangeboten für Demenzkranke im alten Pfarrhaus statt.

Ikebana ist lange out, gebastelt wird ohnehin kaum noch in der Volkshochschule. Trotzdem kann man seiner Kreativität dort freien Lauf lassen, zum Beispiel bei Fotokursen mit Willi Prösser. Etwas stiefmütterlich behandelt wird am Standort Altena der EDV-Bereich – es fehlt an geeignetem Material. Für die wenigen Angebote müssen die Teilnehmer ein eigenes Laptop mitbringen.

Auf eine Internetverbindung, heutzutage eigentlich eine Selbstverständlichkeit, müssen sie auch dann verzichten: WLAN gibt es nicht in den VHS-Räumen im Haus Köster Emden.

Dort, über der Stadtgalerie, befindet sich auch das VHS-Büro für Altena und Nachrodt-Wiblingwerde. Neben van Gemert nimmt dort Patricia Causemann Anmeldungen entgegen. Beratung wird dort natürlich auch geboten, und zwar vor allem für diejenigen, die sich für Sprachkurse interessieren.

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