Erhalten bauwillige Familien jetzt doch bald Rabatte?

Rabatte für bauwillige Familien auf dem Nettenscheid in Altena rücken in den Bereich des Möglichen.

ALTENA Es läuft nach wie vor nicht gut im Neubaugebiet auf dem Nettenscheid – im Ausschuss für Stadtentwicklung war das am Montag Thema. Warum dort nicht mehr Grundstücke verkauft würden, wollte SPD-Ratsherr Kay Kürschner mit Hinweis auf eine Belebung auf dem Immobilienmarkt wissen. Klare Antwort von Uwe Krischer: „Der Trend geht ganz eindeutig zur gebrauchten Immobilie“. Der Bau neuer Einfamilienhäuser sei auch in Nachbarstädten eher schleppend.

Krischer wies auch darauf hin, dass die Lage der Grundstücke ein Problem sei. Für Menschen, die im Grünen wohnen wollen und zum Arbeiten „auspendeln“ müssten, liege der Stadtteil zu weit abseits. „Das ist kein schöner Zustand“, gab der städtische Immobilienmanager angesichts der vielen ungenutzten Grundstücke zu.

Das ist wohl wahr – immerhin zahlt die Stadt seit 40 Jahren sehr viel Geld für den Nettenscheid. Einen Teil der Grundstücke hat sie in Erbpacht übernommen, dafür fallen fast 85000 Euro pro Jahr an. Hinzu kommen über 20000 Euro, weil sich einige Eigentümer von Grundstücken, die für den Zubringer gebraucht wurden, den damals fälligen Kaufpreis verrenten ließen.

„Wir lassen nicht locker“, versprach Krischer den Politikern und kündigte an, dass „Gespräche mit Dritten“ über eine Intensivierung des Marketings laufen. Erstmals kann sich die Verwaltung auch Zugeständnisse beim Preis vorstellen, zum Beispiel über Rabatte für Familien. Das sei jetzt möglich, weil die Stadt erstmals seit Jahren einen genehmigten Haushalt habe und damit solche Zuschüsse geben dürfe, sagte Bürgermeister Dr. Hollstein. Er zeigte sich aber sehr skeptisch, ob das tatsächlich zur Belebung des Grundstücksverkaufs führen werde – „die Preise sind ja jetzt schon niedrig“.

Für Mario Westphal war’s trotzdem eine gute Nachricht: „Das haben wir vor zwei, drei Jahren schon gefordert“, sagte der SPD-Ratsherr.

von ThomasBender

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