Mit 25 Jahren frisch getauft: Frederike Gerx erzählt, warum

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Strahlen nach dem Gottesdienst und vollzogener Taufe um die Wette: (von links) Dominic Aldag, Zwillingsschwester Franziska, Täufling Frederike Gerx und die angehenden Schwiegereltern Elisabeth und Jesus Aldag.

Altena – Frederike Gerx ließ sich nun mit 25 Jahren taufen. Viel dazu beigetragen hat ihr Freund.

Pfingstsonntag war für Frederike Gerx ein ganz besonderer Tag. Nach intensiver Vorbereitung wurde die 25-Jährige in der St.-Matthäus-Kirche von Pfarrer Ulrich Schmalenbach getauft. Damit sagte sie bewusst Ja zur Kirche, zu Jesus Christus und dem katholischen Glauben. 

Gerx, die noch eine Zwillingsschwester hat, kam in Wernigerode in Ostdeutschland auf die Welt: „Bei uns im Osten war man entweder evangelisch oder gar nix. Meine Eltern hatten keine Beziehung zur Kirche. So bin ich aufgewachsen.“ 

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Frederike Gerx mit ihrer Schwester in Freiburg. „Das war schon sehr katholisch geprägt. Ich habe sowohl im Kindergarten als auch in der Grund- und später weiterführenden Schule immer irgendwie Kontakt zur katholischen Kirche gehabt. Und, ich sag’ es ehrlich, ich war auch neugierig. Denn das alles von sich aus alleine entstanden sein soll, das habe ich immer angezweifelt. Ich habe mir schon häufig die Frage gestellt: Gibt es einen Gott?“ 

Gerx begann zu lesen. Sie besuchte Gottesdienste und Andachten, und sie suchte immer wieder das Gespräch mit Bekannten, Freunden, aber auch Priestern. 

Endgültig zum Glauben fand sie durch ihren Freund Dominic. Der 27-Jährige stammt gebürtig aus Köln und betreibt am Ort einen Kiosk. Er sagt über sich und seinen Glauben: „Gott ist mir sehr wichtig. Beten ist mir wichtig. Wir alle müssen irgendwo Halt haben und finden. Ich gehe zur Kirche. Und das alles hat meine Frederike auch irgendwie gespürt.“ 

Am Sonntag sprach nun Pfarrer Ulrich Schmalenbach die vorgeschriebenen Formeln und Gebete, übergoss Frederike am Taufbecken mit dem geweihten Taufwasser und nahm sie so in die Gemeinschaft der Christen auf. 

Novum bei Erwachsenentaufen: Am Tauftag werden Erwachsene auch gefirmt und erhalten erstmals die heilige Kommunion. „Es war wunderschön. Ein Erlebnis, das ich nicht so schnell vergessen werde“, sagt die 25-Jährige dankbar. 

Die Taufe ist in der katholischen Kirche das sogenannte erste Sakrament. Es wird normalerweise im Babyalter gespendet. In der Säuglingstaufe werde sichtbar, so heißt es beispielsweise in den Handreichungen zur Taufe, dass Gott den Menschen seine Liebe ohne Vorbedingung schenke, noch bevor sie sich diese durch eine eigene Leistung verdienten. 

Während Eltern hierbei eine tragende Rolle in der Entscheidung für ihr Kind zukommt, müssen sich Erwachsene schon klar bekennen. „Ich bin intensiv durch Gespräche, die über viele Wochen gingen, und Austausch mit dem Pfarrer auf meine Taufe vorbereitet worden“, sagt Gerx. 

Sie wäre gerne Ostern getauft worden, was an sich der Normalfall bei Erwachsenen ist, hat aber den Termin „irgendwie verpasst. Dann haben wir uns für das Hochfest Pfingsten entschieden“. 

Die junge Frau hofft jetzt, „geistlich gestärkt zu sein. Ich werde der Kirche, ich werde auch Jesus Christus schon einen großen Raum in meinem Leben einräumen“. Dankbar ist sie ihrem Freund Dominik und seiner Familie. „Sie haben mich sehr bestärkt.“ Und Pfarrer Schmalenbach. Der habe gesagt – und das treffe wohl auch zu: Die Taufe verbinde einen Menschen auf eine ganz besondere Weise mit Jesus Christus – und damit zugleich mit allen Christen.

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