Feuerwehr:

Stadt investiert Millionen

Die alte Feuerwache an der Bachstraße muss durch einen Neubau ersetzt werden.
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Die alte Feuerwache an der Bachstraße muss durch einen Neubau ersetzt werden.

So hoch wie nie zuvor sind die Investitionen, die die Stadt für 2021 plant: 6,7 Millionen Euro stehen im Haushaltsplanentwurf für das laufende Jahr, weitere fünf Millionen stehen auf der Liste der sogenannten „Ermächtigungsübertragungen“. Das sind Gelder, die in den Vorjahren nicht ausgegeben werden konnten.

Altena - Den Löwenanteil des Geldes bekommt die Feuerwehr: 2,75 Millionen Euro stehen für den Bau neuer Feuerwehrgebäude im Etat: zwei Millionen für die neue Feuer- und Rettungswache und 750 000 Euro für das Feuerwehrgerätehaus in der Rahmede. Bei dem drängt die Zeit besonders, weil sie noch in angemieteten Räumen untergebracht ist und der Mietvertrag am Jahresende ausläuft.

Es gebe bereits sehr genaue Vorstellungen darüber, wie das neue Gerätehaus beschaffen sein muss, verriet Fraktionsvorsitzender Helmar Roder nach der Haushaltsklausur der CDU-Fraktion. Auch potenzielle Standorte seien bereits ins Auge gefasst, es liefen bereits Grundstücksverhandlungen.

Wohin mit der Hauptwache?

Nach einem Platz für die Feuer- und Rettungswache wird hingegen noch gesucht. Nebenbei: Die Mittel, die im Haushalt 2021 stehen, reichen für den Bau der beiden Gebäude nicht aus, 2022 müssen weitere Mittel bereitgestellt werden. Was die Feuer- und Rettungswache angeht, rechnet Stadtkämmerer Stefan Kemper mit Gesamtkosten von über fünf Millionen Euro.

Neben den Gebäuden gibt’s auch neue Autos, und zwar gleich sechs auf einmal. Drei davon – Löschfahrzeuge für die Löschgruppen Freiheit und Mühlendorf sowie ein Gerätewagen Logistik für die Hauptwache – wurden bereits im vergangenen Jahr bestellt, werden aber erst 2021 ausgeliefert und bezahlt. In diesem Jahr sollen unter anderem zwei Löschfahrzeuge für die Löschgruppen Rahmedetal und Drescheid in Auftrag gegeben werden.

480 000 Euro für die Stadtentwicklung

Für Stadtentwicklung sieht der Haushaltsplanentwurf 2021 lediglich Investitionen in Höhe von 480 000 Euro vor. Diese Gelder sollen in die Sanierung des ehemaligen Bierbach- und des Schwarzenstein-Geländes fließen. Das ist auf den ersten Blick verwunderlich, soll es doch in diesem Jahr endlich weitergehen mit dem Lennepark. Der taucht aber gar nicht auf. Was daran liegt, dass in den vergangenen Jahren schon erhebliche Mittel für dieses Projekt zwar veranschlagt, aber nicht ausgegeben wurden.

Das Bahnhofshinterland findet im Etat 2021 unter dem Arbeitstitel „Verkehrsinfrastruktur“ statt. Da stehen 900 000 Euro zur Verfügung, die in die Sanierung der Schubertstraße und der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof fließen sollen.

Neuverschuldung ist vertretbar

In die Schulen hat die Stadt in den vergangenen Jahren viel Geld gesteckt, auch im laufenden Jahr soll erheblich investiert werden. 729 000 Euro sollen unter anderem in die IT-Verkabelung des Burggymnasiums fließen.

Um das alles finanzieren zu können, muss die Stadt Schulden machen. Kredite in Höhe von etwa vier Millionen Euro seien dafür erforderlich, schätzt Stadtkämmerer Stefan Kemper. „Da wir zum großen Teil in langfristige Anlagegüter investieren und weiterhin einen überaus günstigen Kreditmarkt antreffen werden, halte ich das so gerade noch für vertretbar“, sagt der Kämmerer.

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