Grundschule Evingsen wird auslaufen

Hier gehen 2017 die Lichter aus.

ALTENA - Finanz-Beschlüsse wie der Jahresabschluss 2013 oder über- und außerplanmäßige Ausgaben des Kämmerers standen am Montag auf der Tagesordnung des Rates – eigentlich Sache von Sparkommissar Paul Köhler, aber der ließ sich nicht blicken.

Die Kommunalaufsicht habe lediglich mitgeteilt, dass sie es für nicht angemessen halte, wenn der Rat den üblichen Bericht zum Stärkungspakt entgegennehme, teilte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein eingangs der Sitzung mit und zog den entsprechenden Tagesordnungpunkt zurück. Auch über eine Vereinbarung über die interkommunale Zusammenarbeit mit Nachrodt-Wiblingwerde wurde nicht verhandelt: Man wolle der Doppelgemeinde den Vortritt lassen und erst nach deren Entscheidung beschließen, argumentierte die Verwaltung.

Damit blieb nur noch ein wesentlicher Tagesordnungspunkt übrig: Die „Schulorganisation Grundschulen“. Diesen Arbeitstitel gibt die Verwaltung der Zusammenlegung der Grundschulen Dahle/Evingsen und Mühlendorf bei gleichzeitigem Auslaufen der Schule am Standort Evingsen.

Dass aus diesem Thema die Luft raus ist, war spätestens Ende März klar, als die Dahle/Evingser Schulkonferenz ihre Stellungnahme vorlegte und sich darin nicht explizit gegen die Schulschließung in Evingsen aussprach. Eltern und Lehrern der beiden Schulen fordern aber eine Zusammenlegung auf Augenhöhe und legen Wert auf paritätische Besetzung der Schulgremien. Außerdem müsse allen Standorten die Möglichkeit gegeben werden, eigene Schwerpunkte zu setzen. Lehrer rund Eltern wünschen sich, dass – womöglich durch einen Ideenwettbewerb – ein neuer, neutraler Name für den Verbund gefunden wird.

Zu diskutieren gab es da nichts mehr, der Schulverbund wurde mit den Stimmen von CDU, Grünen, SDA und beschlossen. Kay Kürschner stimmte mit Nein, der Rest der SPD-Fraktion enthielt sich. Für die Grundschule Evingsen bedeutet das, dass sie sukzessive ausläuft und im Sommer 2017 geschlossen wird. - ben.-

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