Theater „Auf Draht“ begeistert mit einem misslungenen Premierenabend

Altena: Der große Spaß am Scheitern

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In „Nichts als Kuddelmuddel“ bleibt nichts an dem Ort, wo es hingehört. Dietmar Vogt spielt im Stück Fred, der in die Rolle des Werner Buchfink schlüpfen soll - doch es ist mehr Fred auf der Bühne zu sehen, als Werner...

Altena - Dietmar Vogt ließ in seiner Premierenansprache nicht durchblicken, ob die Generalprobe des Theaters „Auf Draht“ ähnlich chaotisch vonstattengegangen war, wie die im neuen Stück „Nichts als Kuddelmuddel.“ Das handelt von einem schwerst misslungenen Premierenabend in einem namentlich nicht genannten Provinztheater. Doch manchem Premierengast standen Tränen in den Augen, als am Freitagabend die erste Vorstellung der Saison aufgeführt wurde.

Es waren Tränen der Freude und am Ende stand die höchste von drei Applausstufen, die sich das Ensemble von seinen Gästen wünscht: Die Ekstase. Sie beinhaltet nicht nur das Händeklatschen, sondern auch den Jubel und das Stampfen mit den Füßen. Dass „Nichts als Kuddelmuddel“ ein Spaßgarant sein kann, hatte das Ensemble bereits vor einigen Jahren festgestellt: Das Theaterstück, das im Theater spielt, war schon einmal in Altena aufgeführt worden und hatte bereits zahlreichen Theaterfreunden spaßige Abende bereitet. Die „Reloaded“-Version hat außer der Handlung nichts mehr mit der Erstaufführung im Lennestein gemein.

Alle Darsteller und Darstellerinnen gaben ihr Bestes: Das Publikum johle, pfiff und zeigte sich begeistert!

Kein Darsteller ist in derselben Rolle zu sehen, die Kulisse ist nicht mit der alten identisch und neue Gesichter auf der Bühne verleihen dem Stück besondere Würze. Zwischen Rolle und Rolle zu wechseln ist die große Herausforderung im Stück, was insbesondere Carina Todt über eine lange Strecke gut durchhält: Sie spielt die Jolante in der Rolle der Wahrsagerin Madame Kassandra, in deren hellsichtigem Studio „Nichts als Kuddelmuddel“ spielt. Während sich bei „Auf Draht“ Julian Palla ganz auf die Regiearbeit konzentrieren kann, muss der Regisseur im Ensemble auf der Bühne auch den Fensterputzer spielen. Darüber hinaus spielt er privat auch gern hinter den Kulissen mit den Darstellerinnen. Das kommt während der Generalprobe raus und die Rache der Betrogenen bleibt am Premierenabend nicht aus. (Ausführlicher Bericht in der Montagausgabe, 19. Februar).

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