„An Altena gibt es nichts Gutes“

Malen, nicht nach sondern mit Zahlen steht für diese zwei an.

ALTENA ▪ Ruhig ist es seit gestern an der Realschule. Gut die Hälfte der rund 300 Schüler befindet sich noch bis morgen nicht an der Nettestraße. Im Rahmen der Projekttage sind sie unterwegs in der Stadt und im Umkreis. Manche spielen am Pragpaul Tennis oder Basketball, andere fahren auf der Lenne Kanu, wieder andere besuchen die Sundwiger Wassermühle in Hemer.

Die, die in der Schule geblieben sind, machen aber auch keinen gewöhnlichen Unterricht. „Da gibt es doch nichts“, stöhnt eine Schülerin genervt. Sie sollte sich Gedanken machen, was an Altena positiv sei.

Die Jugendliche ist Teil der Musical-Gruppe. Soeben haben sie ein Video mit dem Song „America“ aus dem Musical „West Side Story“ gesehen. In dem Stück singen Mädchen gegen Jungen. Während erste das Positive über Amerika berichten, stellen die Jungs die negativen Seiten der Weltmacht in den Vordergrund.

Die Realschüler wollen nun dieses Lied auf Altena umdichten. Und wenn sie es in den drei Projekttagen schaffen, so soll ihr Werk auch noch einstudiert und am Ende den Mitschülern und Eltern vorgesungen werden. Doch erst einmal müssen sie noch herausfinden, was sie an ihrer Stadt eigentlich mögen.

In alter, mit Farbklecksen versehener, Kleidung malen manch andere Schüler derweil Bilder an die Wände auf den Gängen, um optisch den Mitschülern eine Orientierung zu geben: Bunte Zahlen lenken zum Mathematikraum, Bücherwände symbolisieren den Raum für den Geschichtsunterricht, die Börsen-Tiere Bulle und Bär stehen exemplarisch für die Vorgänge in der Wirtschaft.

Andere Schüler sind an den multimedialen Möglichkeiten interessiert. Sie erstellen einen Film über ihre Schule, fotografieren viel und planen, die Ergebnisse ihrer Arbeit letztlich auf der Schul-Homepage im Internet zu präsentieren.

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