Altena gegen den Trend: Gründungen im Plusbereich

Bäckermeister Hubert Deitmerg eröffnete mit Partnern kürzlich den „Landmarkt Altena“ an der Lennestraße. Das erste halbe Jahr sei gut gelaufen, sagt er.

ALTENA - Mehr Gewerbeabmeldungen als Anmeldungen werden in Altena für das erste Halbjahr 2011 registriert. Das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik in Düsseldorf (LDS) hat jetzt die aktuellen Zahlen veröffentlicht.

Danach stehen 57 Anmeldungen 62 Abmeldungen gegenüber. Bei diesen so genannten Gewerbeanzeigen werden Automatenaufsteller und Reisegewerbe nicht berücksichtigt.

Die Zahl der Gewerbeanmeldungen liegt 8,1 Prozent unter der des Vergleichszeitraumes (erstes Halbjahr 2010). In den 57 Anmeldungen sind Zuzüge aus anderen Meldebezirken enthalten. Bereinigt um diese Zahl bleiben noch 49 so genannte Neuerrichtungen in Altena übrig. Diese bereinigte Zahl liegt allerdings mit 4,3 Prozent über dem Vergleichszeitraum 2010 und damit im Plus. Bei den Abmeldungen gab es mit 62 keine Veränderung gegenüber der Erhebung des Vorjahres.

Ein Blick auf den ganzen Märkischen Kreis: Hier liegt die Quote bei den Anmeldungen (bereinigt um Neuerrichtungen) bei 1  313 was einem Minus gegenüber dem Vorjahr um 19,2 Prozent entspricht. Abgemeldet wurden 1 291 Gewerbe (inclusive Geschäftsaufgabe), was einer Quote von 10,3 Prozent gleichkommt.

Altena steht in der positiven Statistik mit einem Plus von 4,3 Prozent der Neuanmeldungen ganz oben. Die schlechtesten Zahlen haben die Stadt Hemer mit bereinigt 64,5 Prozent weniger Anmeldungen, Schalksmühle mit 37,5 Prozent und Plettenberg mit 34,7 Prozent.

Warum Altena kreisweit als einzige Stadt im ersten Halbjahr 2011 ein Plus bei den Gewerbeanmeldungen verzeichnen kann, konnte Joachim Protzer, als Stadtamtmann bei der Verwaltung für diesen Part zuständig, nicht sagen. Es gebe in allen Jahren stets ein auf und ab, seit es die Erhebung durch das Landesamt gebe. Sie wurde Mitte der 1990er Jahre eingeführt. Protzer hält die Hürde „Gewerbeanmeldung“ an sich auch für nicht sehr hoch. So sind nur einige Formulare auszufüllen und 20 Euro Gebühr zu entrichten, wenn es sich um ein so genanntes „Erlaubnisfreies Gewerbe“ handelt. Komplizierter wird es schon, wenn es um „Erlaubnispflichtige Gewerbe“ geht. Da sprechen dann zum Beispiel der Märkische Kreis – etwa bei der Niederlassungen von Maklern – oder die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer (SIHK) sowie die Handwerkskammern ein Wörtchen mit.

von Johannes Bonnekoh

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