Saisonende im Freibad naht

Coronavirus: Neue Beschränkungen für die Hallenbad-Saison

Frei- und Hallenbad in Dahle
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Das Frei- und Hallenbad in Altena-Dahle sucht nach Konzepten für die Badesaison in der Halle.

Die Freibadsaison neigt sich dem Ende zu. Doch im Hallenbad lassen sich die Regeln zum Schutz vor Corona deutlich schwerer umsetzen. Nun gibt es erste Details.

Altena – 2020 wird finanziell betrachtet ein gutes Jahr für den Bäderbetrieb. Mit dieser Prognose überrascht Hendrik Voß, der in Personalunion auch diesen städtischen Eigenbetrieb führt. Wenn der Bäderbetrieb am Ende des Jahres schwarze Zahlen schreibt, dann ist das sogar zu einem klitzekleinen Teil auf Corona zurückzuführen.

Das Hallenbad und später auch das Freibad waren von Mitte März bis Pfingsten geschlossen und brachten damit keine Eintrittsgelder ein. Statt der üblichen 40 000 Besucher bis Ende August seien dieses Jahr nur
16 000 gekommen, weiß der Bäderchef. Andererseits seien die Kosten für das Aufbereiten und Heizen des Wassers niedriger, wenn keiner schwimmen gehen dürfe, erklärte Voß. Außerdem habe man das vorhandene Reinigungspersonal für andere städtische Einrichtungen zur Verfügung gestellt, was Personalkosten sparte.

Coronavirus in Altena: Betrieb im Hallenbad „nur deutlich eingeschränkt möglich“

Etwa 700 000 Euro kostet der Betrieb der Bäder jährlich, an Eintrittsgeldern kommen in normalen Jahren um die 50 000 Euro rein – das reicht noch nicht mal für die Wasserrechnung. Finanziert wird das Bad in erster Linie dadurch, dass ihm die Gewinne der Stadtwerke zufließen. Weil die 2019 um die 200 000 Euro höher waren als erwartet, wird die Jahresrechnung des Bäderbetriebes gute Zahlen liefern.

Hendrik Voß erklärt die Hygienevorschriften im Bad.

Das freut den Chef des Bades natürlich. In erster Linie beschäftigt sich Voß aber mit der Frage, wie es jetzt weitergehen soll. Denn: Das Ende der Freibadsaison steht an und damit der Wechsel ins Hallenbad – und der wird nicht einfach und bringt auf jeden Fall neue Einschränkungen mit sich. Voß: „Der Betrieb im Hallenbad wird nur deutlich eingeschränkt möglich sein.“ Es soll aber auf jeden Fall geöffnet werden.

Coronavirus in Altena: Koordination der Frühschwimmer nötig

Fertig ist das Hygienekonzept noch nicht, das Voß und die Schwimmmeister dafür aufstellen müssen. Ein ganz wichtiger Eckpunkt steht aber bereits fest: Es dürfen maximal 25 Leute gleichzeitig im Bad sein. „Wir haben aber im Moment 30 bis 40 Frühschwimmer, die täglich kommen“, berichtet Voß. „Unser größtes Problem wird sein, die zu koordinieren.“ Eventuell werde man eine Liste führen, auf der festgelegt ist, wer wann schwimmen kann. „Das Konzept steht aber noch nicht final“, sagt Voß.

Immer wieder muss desinfiziert werden

Gedanken macht man sich auch noch über den Vereinssport. Wenn das Bad für den zur Verfügung steht, haben die Schwimmmeister Feierabend, die Vereinsübungsleiter regeln den Betrieb dann eigenverantwortlich. Die Frage sei, ob und wie zwischen den einzelnen Übungsstunden die notwendigen Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt werden können, erklärt der Betriebsleiter.

Alle Infos rund um das Cooronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog.

Vielleicht könne man den Vereinen dann nicht mehr so viele Übungszeiten wie bisher zur Verfügung stellen, sinniert er und kündigt an, dass über diese Problematik noch Gespräche mit den Vereinen geführt werden müssten. Da ist der Betrieb im Freibad wegen der viel größeren Fläche, die dort zur Verfügung steht, deutlich einfacher. Ziel ist es deshalb, das Außenbecken so lange wie möglich geöffnet zu halten – „wenn es geht bis Ende September“, sagt Voß.

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