Frauenchor in Evingsen

Unter Corona-Auflagen: Frauen dürfen wieder singen

Probe des Evingser Frauenchors auf der Lenneterrasse
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Der Frauenchor in Evingsen probt wieder.

Am Mittwoch, 9. September, endet die sechsmonatige Zwangspause des Evingser Frauenchors. Die Sängerinnen treffen sich um 18.30 Uhr zur ersten Chorprobe unter „Corona-Bedingungen“.

Altena – „Es gingen sofort alle Hände hoch“, berichtet Astrid Bösert vom Frauenchor Evingsen aus einer Versammlung in der vergangenen Woche im evangelischn Gemeindehaus. Dort waren die Sängerinnen zusammengekommen, um zu klären, wie es jetzt weitergehen soll mit den Chorproben. Einstimmiges Ergebnis: Es wird wieder gesungen – und zwar ab heute. Zur ersten „Corona-Probe“ trifft sich der Chor um 18.30 Uhr in der evangelischen Kirche.

Singen gilt als besonders riskant, weil dabei jede Menge Aerosole freigesetzt werden. Bis August galten Abstandsvorschriften, die einfach nicht zu erfüllen waren – „vier Meter nach vorne und drei zur Seite, das bekamen wir nicht hin“, berichtet Bösert.

Coronavirus in Altena: Neue Verordnung reduziert Abstände

In der vergangenen Woche trat dann wieder einmal eine neue Corona-Verordnung in Kraft. Seitdem muss zwischen den Sängerinnen ein Abstand von zwei Metern in alle Richtungen eingehalten werden. „In der Kirche ist das machbar“, erklärt Bösert, die sehr dankbar ist über das Entgegenkommen der evangelischen Kirchengemeinde. Pfarrer Uwe Krause und Küsterin Monika Fernandes hätten alles getan, um den Sängerinnen zu helfen.

Neben der Kirchengemeinde war auch die Stadt beteiligt: Das Hygienekonzept des Frauenchors ist mit dem Ordnungsamt abgestimmt und von diesem genehmigt. „Der Vorstand hat sich da in den vergangenen Wochen sehr viele Gedanken gemacht“, schildert Bösert.

Dass vom Gemeindehaus in die Kirche gewechselt wird, sei dem Chor durchaus recht. Deren Raumvolumen sei größer, sie könne auch besser gelüftet werden – von der Akustik ganz zu schweigen. In der Kirche wird jedem der 29 Chormitglieder ein fester Platz zugewiesen. Erst wenn sie den erreicht haben, dürfen die Frauen den Mundschutz ablegen und loslegen, sobald Chorleiter Eugen Momot das Zeichen dafür gibt.

Sie sei sehr gespannt auf das Singen mit Abstand, sagt Bösert: Chorgesang bedeute auch Interaktion zwischen den Sängerinnen. Es sei wichtig, die anderen Mitglieder zu sehen und zu hören, erklärt die Vorstandssprecherin.

Frauenchor Evingsen: Das Singen hat gefehlt

„Wir haben gemerkt, wie sehr uns das Singen fehlt“, blickt Bösert auf die sechsmonatige Zwangspause zurück. Alternativen, wie zum Beispiel Videoschaltungen, hätten schon wegen der noch schlechten Übertragungsraten in Evingsen nicht zur Diskussion gestanden. Sicher habe man über Whatsapp Kontakt gehalten oder sich auch mal im kleineren Kreis getroffen. Trotzdem seiem die Frauen jetzt heilfroh, dass gemeinsames Musizieren wieder möglich sei.

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