Zusammenarbeit mit Nachrodt angestrebt:

Altena: Feuerwache bleibt rund um die Uhr besetzt

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Die Wehr wurde zum Gehegten gerufen - nur einer von vielen Einsätzen im Jahreskreis.

Altena - Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Feuerwehr sollen zukünftig nach dem „Modell 2+4“ arbeiten. Das beschloss am Montag, 10. September, der Stadtrat. Das bedeutet: Tagsüber stehen sechs Feuerwehrleute zur Verfügung, genug für Kleinbrände und technische Hilfeleistungen, für die dann also keine Ehrenamtlichen mehr benötigt werden.

Die müssen dafür zwingend mit raus, wenn zwischen 16 und 8 Uhr etwas passiert. In dieser Zeit sollen nämlich nur zwei Hauptamtliche auf der Wache sein, die im Falle eines Falles die Drehleiter und ein Löschfahrzeug zum Einsatzort fahren und sich dort mit den Ehrenamtlichen treffen. Diese Beschlussfassung wurde erforderlich, weil das Büro Luelf und Rinke den Auftrag hat, einen neuen Brandschutzbedarfsplan für Altena zu erarbeiten.

Fragen

Die Fragen, wie die Hauptamtlichen arbeiten, spielt dabei natürlich eine große Rolle. Anfangs gab es Überlegungen, eine reine „Tageswache“ einzurichten und nachts ganz auf Hauptamtliche zu verzichten. Das führte bei den Betroffenen zu Unruhe, weil sie durch den Wegfall von Schichtzulagen finanzielle Einbußen befürchteten. „Das Modell 2+4 ist besser als das jetzige“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Kober, der selbst der Freiwilligen Feuerwehr angehört. Dem stimmte Thorsten Janson (SPD) zu:

Arbeitskreis

 „Der Arbeitskreis ist zu einem ziemlich guten Ergebnis gekommen“. Beide sprachen sich auch dafür aus, nach Wegen zu suchen, Einkommensverluste zumindest teilweise zu kompensieren und gingen damit auch auf entsprechende Befürchtungen des Personalrats ein. Mehr Geld könnten die hauptamtlichen Feuerwehrmänner und -frauen zum Beispiel dann bekommen, wenn ihre Eingruppierung sich verbessert. Das könnte dann der Fall sein, wenn sie mehr Arbeit und Verantwortung übernehmen müssten, deutete neben Kober auch der Bürgermeister an. Mehr Arbeit kommt auf jeden Fall auf die Wache zu, weil der Rat auch grünes Licht gab für eine intensivere Zusammenarbeit mit der Nachrodter Wehr.

Einsatzbekleidung

Deren Einsatzbekleidung wird zukünftig auf der Wache in Altena gewaschen. Auch die Wartung des Materials und der Einkauf wird dorthin verlagert. Über einen weiteren Wunsch der Nachrodter muss noch diskutiert werden: Die rein ehrenamtlich organisierte Wehr der Gemeinde hat wegen der vielen bei ihr tätigen Pendler ein Problem mit der sogenannten Tagesverfügbarkeit. Deshalb gibt es Überlegungen, dass die sechs tagsüber tätigen Hauptamtlichen auch zu Einsätzen in Nachrodt ausrücken könnten. Dazu sind aber noch weitere Gespräche und Untersuchungen erforderlich – vor allem deshalb, weil Nachrodt nicht (wie Altena) von 8 bis 16 Uhr, sondern von 6 bis 18 Uhr Bedarf sieht.

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