Für neuen Fangzaun wird tief in den Fels gebohrt

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Drei Meter tief bohrt eine Spezialmaschine für die Fundamente.

Altena - Seit Mitte Februar laufen an der Ihmerter Straße zwischen Evingsen und Ihmert Felssicherungsmaßnahmen. Nachdem schon mehr als 200 Bäume gefällt wurden, sind die Arbeiter mittlerweile dabei, die Vorbereitungen für einen zu bauenden Fangzaun zu treffen.

Mitarbeiter der Firma Salmen aus Meschede bohren dazu mit schwerem Gerät in den Fels, um ein Fundament für den späteren Zaun zu schaffen, der die viel befahrene Straße vor weiteren Felsabstürzen schützen soll. Drei Meter tief wird dieser Zaun im Boden verankert. Je nach Bodenbeschaffenheit dauert der Vorgang rund zehn Minuten, wie René Reichenbach erklärt, der auf der Baustelle tätig ist. Das ist manchmal Schwerarbeit: Er und seine Kollegen müssen dafür auch den steilen Hang betreten.

Nachdem das Fundament tief im Boden steckt, wird darauf eine Grundplatte verschraubt, auf der die Arbeiter die Stützen für den Fangzaun anbringen. Dazwischen werden Trageseile eingezogen, die den eigentlichen Zaun halten werden. Dieser wird dann in Form eines Netzes – ähnlich wie ein Vorhang – befestigt.

Schweres Gerät benötigen die Arbeiter am Hang.

16 Fundamente müssen in den Hang gebohrt werden, ebenso viele Grundplatten und Stützen werden angebracht. An 25 Stellen sind zudem punktuelle Sicherungen durch Einzelnägel notwendig. Um das zu überprüfen, kommt eigens ein Geologe zur Baustelle.

Die Ihmerter Straße ist im Bereich der Bauarbeiten halbseitig gesperrt, der Verkehr wird über eine Ampelanlage geregelt. Die Arbeiten sollen Ende März beendet sein.

Immer wieder stürzen in den engen Tälern der Lenne und ihrer Nebenflüsse Felsen auf Straßen. Im Laufe des Jahre sind deshalb zweimal Felssicherungen in der Rahmede nötig: Zum einen am Kleinbahntunnel, zum anderen im Bereich der Claas-Kurve. Nach Aussage von Michael Overmeyer, Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, wird das wahrscheinlich Mitte des Jahres geschehen.

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