Rohr geborsten:

Fäkalienalarm im Mühlendorf

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Fachkundige Personen und Mitarbeiter des Bauhofes waren dabei, einen verstopften Abwasserkanal in Höhe der ehemaligen Thomas-Morus-Kirche zu spülen. Es waren Fäkalien auf die Straßen geflossen

Altena - Es stinkt buchstäblich zum Himmel. Entlang der Friedhofstraße ergießt sich seit Tagen ein kleiner, übel riechender Strom von Fäkalien Richtung Kleffstraße.

„Wir sind nicht Verursacher dieses Malheurs!“, stellte am Montag Dietmar Flusche, stellvertretender Kirchenvorstand von St. Matthäus, fest. Auch wenn in der „Diakon-Voss-Gasse“, die es offiziell im Straßenverzeichnis nicht gibt, ein Riesenloch klafft. Hier, im direkten Zugang zur aufgegebenen St. Thomas-Morus-Kirche, die sich noch immer im Besitz der St. Matthäus-Gemeinde befindet, suchten Fachleute vom Baubetriebshof nach der Ursache. So viel scheint nach diversen Recherchen schon klar: Es handelt sich um eine verstopfte Rohrleitung in Richtung Kanal, die aus der oberen Gartenstraße nach unten führt. Die dortigen Anlieger haben sich auch wegen dieser Problematik schon zusammen gesetzt und beraten. Und die Kirche? Die ist nur mit im Boot, weil ein Teil der Entwässerungsleitung eben über das Gelände von St. Thomas-Morus führt.

Über das Gelände von Thomas-Morus

 Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einen Kanal für Regenwasser, wie Dietmar Flusche auf Anfrage sagte. Man muss schon weit in die Historie zurückgehen, um die Ursachen für das zum Himmel stinkende Malheur, zu begreifen. Denn die jahrzehntealte Leitung, die zum Kanal führt, wurde einst noch von VDM gebaut, so ist es Flusche überliefert. Sie bezog damals auch das ehemalige Pfarrhaus abwassertechnisch mit ein. Und genau da schließt sich der Kreis. Ob und wie sich die Gemeinde St. Matthäus an einer Sanierung beteiligen muss, ist offen. Vermutlich ist das alles eine Sache der Anwohner und Eigentümergemeinschaften an der Gartenstraße.

Bauhof hilft schnell

Das Team vom Bauhof - oft auch in anderen Situationen am Ort Helfer und Retter in schwierigen Situationen - kam mit dem Spülwagen. Der wurde angeschlossen und das Hantieren hatte Erfolg. Die verstopfte Leitung wurde wieder freigespült. Allerdings bedeutet das keine Entwarnung. Eine umfassende Sanierung muss sich anschließen - sonst stinkt es wieder zum Himmel.

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