Straßenausbau kann nicht mehr länger warten

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Manche Evingser Straße hat ausgesprochen dörflichen Charakter. Bald soll der Giebelweg vernünftig ausgebaut werden. ▪

ALTENA ▪ Früher hat die Stadt einmal im Jahr ihr Straßenbauprogramm fortgeschrieben – es listete all jene Gemeindestraßen auf, die sanierungsbedürftig waren. Allerdings wurden die wenigsten davon tatsächlich auch instandgesetzt. Das ließen die knappen Kassen nicht zu.

Deshalb vereinbarten Politik und Verwaltung im vergangenen Jahr, dass ein Bewertungsverfahren und eine daran gekoppelte Prioritätenliste eingeführt werden sollen. Daran arbeitet das Bauamt noch, unterstützt wird es von der Gemeindeprüfungsanstalt. Weil dazu deutlich über 100 Kilometer Straße bewertet werden müssen, wird diese Liste auch noch auf sich warten lassen.

Allerdings: Es gibt Maßnahmen, die keinen Aufschub mehr dulden. Deshalb hat der Ausschuss für Stadtplanung Montagabend empfohlen, im Laufe des Jahres 2013 den Fliederweg am Nettenscheid und die Straße „Vor dem Kalkofen“ in Evingsen auszubauen. Beides sind dem Grunde nach noch Baustraßen, allerdings haben die Anlieger über die Erschließungskosten für ihre Grundstücke den Endausbau schon längst bezahlt und deshalb einen Anspruch darauf, dass er endlich auch erfolgt.

Anders liegt die Sache bei den Straßen, die 2014 an der Reihe sind. Dabei handelt es sich um Martin-Luther-Straße, Ketteler Weg, Giebelweg und Wichernstraße in Evingsen. Die Instandsetzung dieses zusammenhängenden Straßensystems ist seit Jahren überfällig, aber immer wieder aufgeschoben worden. Weil es sich um eine Sanierung handelt, müssen die Anlieger sich an den Kosten beteiligen. Durch den frühzeitigen Beschluss soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich auf diese finanzielle Belastung vorzubereiten.

Außerdem ermöglicht das der Verwaltung, jetzt schon in die Planung einzutreten. Sie will die Baumaßnahme nämlich gerne schon Ende 2013 ausschreiben. Die Erfahrung zeige, dass im Winter bessere Ausschreibungsergebnisse zu erzielen seien, argumentierte sie am Montag im Ausschuss. ▪ Thomas Bender

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