Erwartungen übertroffen

Die 50000. Benutzer des Erlebnisaufzugs

Daria Fikus (links) freute sich mit den „Aufzugs-Jubilaren“: Udo und Dorette Marquardt waren mit ihrem Enkel Jamy die 50000. zahlenden Benutzer.

Altena -  Best ager, Tagesausflügler aus dem Ruhrgebiet, mit dem Enkel unterwegs – die Marquardts aus Wattenscheid sind ganz typische Benutzer des Erlebnisaufzugs. Da passte es gut, dass sie am Mittwoch die 50 000. zahlenden Gäste waren.

Von Thomas Bender

Dass es Altena sein musste, das lag an Jamy – der Vierjährige steht auf Burgen. Großvater Udo versuchte es zunächst mit einem Ausflug zur Isenburg bei Hattingen. Die war aber – weil mehr oder weniger Ruine – irgendwie nicht richtig, so dass der nächste Ausflug Altena zum Ziel hatte. Dort passierten die Marquardts gegen 10.30 Uhr die Schiebetür der Aufzugs-Talstation und staunten nicht schlecht, als Daria Fikus sie mit einem „Herzlichen Glückwunsch“ empfing.

Freikarten gab es zwar keine, dafür aber Sekt und Bildband – und natürlich eine Tüte Haribo-Burghards für Jamy. Dann ging’s in Richtung Aufzug. „Toll gemacht“ lobten Udo Marquardt und seine Ehefrau Dorette an den verschiedenen Stationen. Jamy amüsierte sich besonders über die vor dem Aufzug drängelnden Ritter. Dass der Bildschirm in der Kabine defekt war und die Rittersleut’ die Besucher deshalb nicht wie sonst auf der Fahrt nach oben begleiteten, fiel gar nicht weiter auf. Oben auf der Burg genossen die Wattenscheider dann das Komplettpaket, besuchten also auch das Burgmuseum.

Bilder von der Eröffnung des Aufzugs

Eröffnung des Buraufzuges mit Minister Groschek

Bekannte hatten Udo Marquardt auf die Burg Altena aufmerksam gemacht. Im Internet hatte er dann vom Aufzug gelesen und beschlossen, damit zur Wulfsegge zu fahren.

Mit 50 000 Benutzern in etwas mehr als fünf Monaten hat der Erlebnisaufzug die ihn in gesetzten Erwartungen deutlich übertroffen: Die Kosten-/Nutzen-Analyse, die vor dem Bau erstellt wurde, geht von einem kostendeckenden Betrieb bei etwa 48000 Besuchern pro Jahr aus.

Stadtkämmerer Stefan Kemper rechnet trotzdem nicht mit Gewinnen: Mehr Besucher bedeuteten schließlich auch höheren Aufwand, argumentiert er. So müsse teilweise mehr Personal als geplant eingesetzt werden. Außerdem gelte es ja, Rücklagen für eine irgendwann fällige „Neuinszenierung“ der Edutainment-Stationen zu bilden.

Rein rechtlich ist der Aufzug ein kommunaler Betrieb gewerblicher Art. Trotzdem darf er keine Gewinne machen, weil sein Bau mit hohen Zuschüssen von Bund, Land und EU gefördert wurde. Die Anlage hat rund 7,2 Mio. Euro gekostet und blieb damit nicht im ursprünglich angepeilten Kostenrahmen von etwas über sechs Millionen Euro. Die Stadt hat für die Mehrausgaben weitere Zuschüsse beantragt, eine Entscheidung darüber steht aber noch aus.

Als sich in der vergangenen Woche Fachbesucher den Aufzug ansahen, berichtete Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein von einer sehr Zufriedensquote der Benutzer. „Über 90 Prozent empfehlen uns weiter“, zitierte er aus einer entsprechenden Erhebung.

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