Neubaugebiet belebt sich

Zahl der Bauherren steigt spürbar

Neubau Fliederweg
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Das Ehepaar Grenningloh bei der Übergabe ihres Hauses am Fliederweg.

Das lange Warten hat ein Ende: Anfang der Woche konnte Angelika Grenningloh den Schlüssel für ihr neues Haus am Fliederweg auf dem Nettenscheid in Empfang nehmen. In Kürze will sie dort mit Ehemann Lukas einziehen.

2019 wurde der Entschluss gefasst, auf dem Nettenscheid zu bauen. Mit der Firma Heinz von Heiden war schnell ein Bauträger gefunden. Die beiden entschieden sich für dessen Modell Alto 610 – mehr oder weniger ein Modell von der Stange. Wer allerdings glaubt, dass die Bauaufsicht der Stadt Altena den Bauantrag für ein solches schon x-fach gebautes Objekt einfach so durchwinkt, der irrt gewaltig: Sieben Monate habe es gedauert, bis die Baugenehmigung für das Haus endlich vorgelegen habe, entrüstet sich Ralph-Guido Kuhnhold. Er ist Vertriebspartner der Firma Heinz von Heiden, wohnt selbst in einem Heiden-Musterhaus auf dem Nettenscheid und hat in den vergangenen 22 Jahren 600 Neubauvorhaben realisiert. „47 in Altena, 29 davon auf dem Nettenscheid“, berichtet er. Das Neubaugebiet oben auf dem Berg ist für ihn „das schönste Fleckchen in ganz Altena“.

Nachbarn stehen unter Zeitdruck

Das sehen auch andere so: Das Ehepaar Grenningloh wird bald Nachbarn bekommen, mehrere andere Grundstücke am Fliederweg sind verkauft – teilweise an Bauherren, denen die Zeit im Nacken sitzt, weil sie dringend auf ihre Baugenehmigung warten. Hintergrund ist das Baukindergeld, das nur noch bis Ende März beantragt werden kann. Um das zu tun, muss man eine Baugenehmigung vorlegen. Es geht immerhin um einen Zuschuss von 12 000 Euro pro Kind, der sich auf zehn Jahre verteilt.

Roland Balkenhol, Leiter der Abteilung Bauen und Planen, weist die Kritik an der schleppenden Genehmigung durch seine Behörde zurück: „Wenn alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, dann sind wir in der Regel schnell“, sagt er. Ein großes Problem sei aber, dass sehr viele Anträge nicht vollständig seien „und wir dann teilweise monatelang hinterherlaufen“. Das sei auch bei diesem Neubau der Fall gewesen. Das Problem sei so gravierend, dass die Verwaltung jetzt Fristen setzen werde: Wenn die Unterlagen nicht innerhalb eines klar definierten Zeitraums komplett sind, gelte der Antrag als zurückgezogen.

Bauamrt weist Kritik zurück

Balkenhols Argumente kommen bei den Grenninglohs nicht gut an: „Man hatte das Gefühl, dass einem vom Bauamt ständig Steine in den Weg gelegt werden“, schildert Lukas Grenningloh seine Erfahrungen. „Dabei sollte die Stadt doch froh sein, dass junge Leute hier hinziehen wollen.“ Das gilt umso mehr, als dass die Grundstücke auf dem Nettenscheid der Stadt gehören – rund 75 000 Euro haben die Grenninglohs für ihr Grundstück an die Stadtkasse überwiesen.

Bisher wohnen die frischgebackenen Hausbesitzer in Iserlohn. Wie kommt man dann auf die Idee, nach Altena zu ziehen? Vier Faktoren seien ausschlaggebend gewesen: Erstens leben Angelika Grenninglohs Eltern seit 20 Jahren auf dem Nettenscheid, sie hat also einen Teil ihrer Kindheit dort verbracht. Die Lage mit unverbaubarem Ausblick und Nähe zum Wald war ein weiteres Argument, hinzu kommt die Nähe zu den Arbeitsplätzen – beide sind in Werdohl tätig. Ein weiteres Argument sei der günstige Preis gewesen. Sie hätten sich auch in anderen Städten umgeschaut und sowohl Baugrundstücke als auch Häuser angesehen. Dabei habe sich herausgestellt, dass die Preise beispielsweise in Iserlohn sehr deutlich über denen in Altena liegen.

Kaum zu glauben: Dasd Grundstück mit Traumaussicht wollte viele Jahre lang keiner haben. Grundstück.jpg

Das günstige Preisniveau führe tatsächlich dazu, dass die Nachfrage nach Immobilien in Altena nach wie vor sehr groß sei, sagt Peter Nakaten, Immobilienmakler bei der Vereinigten Sparkasse und als solcher von der Stadt mit der Vermarktung der Grundstücke auf dem Nettenscheid beauftragt. Gebrauchte Häuser seien inzwischen auf dem Markt rar, berichtet er. Auch deshalb steige das Interesse an Neubauten wie dem der Grenninglohs. Die Sparkasse und die Firma von Heiden arbeiten Hand in Hand, um Angebote aus einem Guss anbieten zu können.

Mit dem Bauträger gute Erfahrungen

Nicht nur deshalb haben sich die Grenninglohs für diesen bundesweit tätigen Bauträger entschieden: Schon ihre Eltern hätten vor 20 Jahren ein von Heiden-Haus gekauft entschieden und das niemals bereut, berichtet Angelika Grenningloh. Die Zusammenarbeit mit Ralph-Guido Kuhnhold und Bauleiter Bernd Eutebach sei gut gewesen. Auch die Beratung in der von Heiden-Zentrale, wo es einen ganzen Tag lang um Dachpfannen, Bodenbeläge und vieles mehr ging, habe ihr gefallen.

Jetzt wohnen die beiden Neu-Altenaer sogar in einem Jubiläumshaus: Nach Angabe der Firma von Heiden ist ihres das 50 000. Haus, das in der inzwischen 90-jährigen Geschichte des Unternehmens errichtet wurde.

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