Rat diskutiert über den Brandschutz

Feuerwehr Altena: Ohne Hauptamt geht  es nicht

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Altena - Die Feuerwache muss rund um die Uhr hauptamtlich besetzt sein. Dieser Auffassung ist Simon Zens von der Sicherheitsberatung Luelf und Rinke.  Er kann sich aber vorstellen, dass das Personal anders eingesetzt werden könnte als bisher: Mehr Mitarbeiter am Tag, dafür weniger nachts und an den Wochenenden.

Das Viersener Beratungsunternehmen wurde von der Stadt beauftragt, nachdem vor einem Jahr ein anderes Beratungsunternehmen die Altenaer Wehr unter die Lupe genommen hatte. Es schlug unter anderem vor, die Hauptamtlichen in einer sogenannten Tagwache zu organisieren, bei nächtlichen Einsätzen also rein auf Ehrenamtliche zurückzugreifen.

Damit sollte auf ein Problem reagiert werden, das Zens in der  Ratssitzung am Montag, 9. Juli, ebenfalls thematisierte: Insgesamt sei die Altenaer Wehr gut aufgestellt und leistungsstark, sagte er mit deutlichem Hinweis auf das Engagement von 180 ehrenamtlichen Feuerwehrmännern und -frauen in drei Löschzügen. Von denen arbeiten allerdings viele auswärts, zwischen 7.30 und 16 Uhr hat die Wehr deshalb Probleme.

Auch Zens ist deshalb der Auffassung, dass die Wache tagsüber verstärkt werden sollte. „Vier plus zwei“ lautet deshalb das Motto, das  auf viel Sympathie stieß und auch von der Feuerwehrspitze befürwortet wird. Vier plus zwei macht bekanntlich sechs – rücken tagsüber so viele Hauptamtliche zu einem Einsatz aus, so reicht das zu einem Erstangriff beziehungsweise einer Erkundung unter Atemschutz.  Nachalarmiert werden könnten im Ernstfall die schnelle Einsatzgruppe und der für den jeweiligen Stadtteil zuständige Löschzug.

Auch nachts kann Zens sich eine Wache ohne hauptamtliche Feuerwehrleute nicht vorstellen. Er meint aber, dass dann zwei davon ausreichen könnten. Ihre Aufgabe wäre es, bei einem Alarm mit größerem Gerät wie beispielsweise der Drehleiter zur Einsatzstelle zu fahren und es dort so zu positionieren, dass nachrückende Ehrenamtliche sofort loslegen können.

Der Gutachter äußerte sich noch zurückhaltend über den Standort der Wachen. Das liegt vor allem daran, dass Altena eine Zusammenarbeit mit Nachrodt-Wiblingwerde anstrebt, es von dort aber noch keine eindeutigen Signale gibt, wie Kämmerer Stefan Kemper erläuterte. Uwe Scholz (CDU) regte an, sich noch einmal mit der Nachbarkommune in Verbindung zu setzen und nachzufragen, ob dort nicht bis September eine Grundsatzentscheidung getroffen werden könne.

Dann nämlich will der Altenaer Rat einen Brandschutzbedarfsplan in Auftrag geben. Für die dazu erforderlichen Untersuchungen ist es wichtig, wie die zukünftige Struktur der Wache aussehen soll und ob eine Zusammenarbeit mit Nachrodt erfolgen soll. Aus den Statements von Uwe Kober (CDU) und Thorsten Janson (stellvertretender Sprecher der SPD-Fraktion) wurde deutlich, dass diese sich mit der von Zens ins Gespräch gebrachten Stärke der Feuerwehr anfreunden könnten – vor allem auch deshalb, weil das im Vergleich zum jetzigen Personalschlüssel kaum Veränderungen erfordere, wie der Gutachter  in der Ratssitzung sagte.

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