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Altena: Die durchschnittliche Stadt

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Von: Thomas Bender

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Auf einer Gehaltsabrechnung liegen Euroscheine und -münzen.
Jeder Altenaer bekommt monatlich im Durchschnitt 3525 Euro brutto als Gehalt. Das geht aus einer Statistik hervor, die die Wochenzeitschrift „Die Zeit“ veröffentlicht hat. © Arno Burgi/dpa

Jetzt haben wir es Schwarz auf Weiß: Altena ist der absolute Durchschnitt. Das hat die Wochenzeitung „Die Zeit“ herausgefunden, die sich auf ihrem Onlineauftritt mit der Frage beschäftigt, was die Deutschen so verdienen.

„Dem bundesdeutschen Gehaltsmittel am nächsten kommen Menschen, die in (...) Altena wohnen. Sie verdienen mit 3525 Euro brutto genauso viel wie im deutschen Median“, heißt es dort. Unter Median oder auch Zentralwert versteht man jenen Wert, der genau in der Mitte der Datenverteilung liegt. Unter den 10 787 Kommunen in Deutschland liegt das Einkommen also in 5 393 höher als in Altena und in 5 393 niedriger.

„Die Zeit“ hat für ihre Statistik Daten der Bundesanstalt für Arbeit ausgewertet. Ob die Rückschlüsse darauf zulassen, wie gut oder wie schlecht es den Altenaern geht, ist fraglich. Zum einen erfasst die Statistik ja nur einen Teil der Bürger in der Burgstadt – von 16 527 Einwohnern waren Ende 2020 nur etwas mehr als 5800 sozialversicherungspflichtig beschäftigt, teilt IT.NRW als statistisches Landesamt mit. Wegen des hohen Durchschnittsalters der Altenaer ist der Anteil der Berufstätigen in der Gesamtbevölkerung demnach deutlich geringer als in anderen Städten – aber nur das Einkommen der Arbeitnehmer floss in die Statistik ein.

Was kriegt man fürs Geld?

Zum anderen muss man auch berücksichtigten, was man kriegt fürs Geld. Am meisten wird laut „Die Zeit“ in Baierbrunn verdient – 5 526 Euro im Monat. Das liegt im Münchener Speckgürtel, vor allem die Preise fürs Wohnen sind immens – unter 3 000 Euro pro Quadratmeter sind Baugrundstücke kaum zu bekommen.

IT.NRW veröffentlich einmal im Jahr eine andere und aussagekräftigere Statistik über die finanzielle Lage der Menschen in Nordrhein-Westfalen, nämlich die über das „verfügbare Einkommen“. Das ist das Geld, das den privaten Haushalten für den privaten Konsum und private Ersparnisse zur Verfügung steht. Das betrug in Altena zuletzt 1 972,50 Euro pro Kopf und Monat, was ein überaus schlechter Wert ist – Schalksmühle bringt es in der letzten Statistik, die IT.NRW dazu veröffentlichte, auf mehr als 3 100 Euro. In der

Unterschiede nicht so ausgeprägt

„Die Zeit“-Statistik hingegen sind die Unterschiede zwischen den Nachbarkommunen bei weitem nicht so ausgeprägt. Sie gibt gibt folgende monatliche Bruttoeinkommen für die an Altena angrenzenden Städte und Gemeinden an: Nachrodt-Wiblingwerde: 3730 Euro, Neuenrade: 3669 Euro, Schalksmühle: 3633 Euro, Altena: 3525 Euro, Werdohl: 3483 Euro, Lüdenscheid: 3442 Euro, Hemer: 3430 Euro, Iserlohn: 3425 Euro.

Die Statistik der Wochenzeitung gibt übrigens auch Aufschluss darüber, wie sich die Löhne und Gehälter in den vergangenen 20 Jahren entwickelt haben. Sie sind in Altena inflationsbereinigt um 3,6 Prozent gestiegen.

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