Beste Freunde seit 60 Jahren

Ein Club für legendäre Streiche

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Gunter Schröder, Georg Müller, Peter Bergfeld, Einhard Pflüger und Rüdiger Heil (v.l.) sind seit Jahrzehnten dicke Freunde und haben sich manchen Streich gespielt (klicken Sie oben rechts für die Vollansicht des Fotos).

Altena - Aufmerksamen Zeitungslesern wird die Geburtstagsanzeige für Gerd Höhl heute aufgefallen sein. Der kleine Fotoscherz ist nur eine von vielen liebevoll gemeinten Gemeinheiten, die sich der „Club der autodidaktischen Junggesellen“ schon geleistet hat.

Der feiert in diesen Tagen sein 60-jähriges Bestehen. Gegründet hat sich der „harte Kern“ im Alter von 15 Jahren an der Realschule Werdohl. Minderjährig schlichen sich die Kumpels damals noch in die Kneipen, schlürften ihre ersten Gläser Bier und hatten mächtig viel Spaß miteinander. 

„Den haben wir heute noch“, erklärt Gunter Schröder. „Aber heute trinken wir öfter ein Gläschen Wein als Bier.“ Dazu trifft sich der Freundeskreis einmal im Monat zu einem Überraschungsmenü im Restaurant Belvedere. 

Erinnerungen haben sich viele angesammelt, ganz besonders an die 50. Geburtstage. Zu diesen Anlässen haben sich die Freunde gegenseitig legendäre Streiche gespielt. Gunter Schröder bekam von seinen Freunden eine Almhütte in den Garten gestellt.

„Ich habe aber im Februar Geburtstag und da lag kein Schnee. Da haben sie mir jede Menge Styroporkügelchen dazu abgeladen, deren Reste sich noch nach Jahren in den Ritzen wiederfanden...“ 

Zu Gerd Höhls 70. Geburtstag mietete der Club einen Kranausleger mit Lastzug und ließ jede Menge Baumstümpfe vor seinem Haus abladen, die der Altersjubilar in den darauffolgenden Wochen klein machen musste. Georg Müller stieß grade im Restaurant Spelsberg auf seinen 50. Geburtstag an, als ein Video vorgeführt wurde von einem Haus, das zugemauert wurde - es war sein eigenes... Einhard Pflüger ist der Belesene der Freunde.

Literaturempfehlung

Weil er stets eine Literaturempfehlung für seine Kumpels und zu jedem Thema ein Buch zur Hand hat, bekam er eine Lkw-Ladung Gebrauchtbücher vor der Tür abgeladen, als er das halbe Jahrhundert vollmachte.

Manch' anderen Freundeskreis hätten solche Streiche schwerst auf die Probe gestellt. „Uns aber nicht“, erklärt Gunter Schröder lachend. Jeder Scherz war nie in boshafter Absicht gespielt worden. 

Wie eng die Männer miteinander verbunden sind, das zeigt auch die monatlich weite Anreise von Georg Müller, der für das Treffen immer aus Winsen an der Luhe kommt. Nur das Junggesellendasein haben im Laufe der Jahre alle Clubmitglieder aufgegeben. „Ohne Frauen war es dann doch langweilig geworden...“

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