Bauhof kommt mit der Beseitigung nicht nach

Bauhof kommt mit der Unkraut-Beseitigung nicht nach

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Für Grün auf dem Gehweg sind im Normalfall die Besitzer der anliegenden Grundstücke zuständig. In diesem Fall am Hegenscheider Weg ist das die Stadt. Wöchentlich fegt die allerdings nicht.

Altena - Am Montag ist endlich Thomas Buschmann aus dem Urlaub wieder da – er kennt sich aus mit der riesigen „Unkrautbürste“ am Unimog des Bauhofs und soll damit in den nächsten Tagen massiv dem wuchernden Grün zuleibe rücken.

„Bei dem Regen sprießt das jetzt, als hätten wir’s gedüngt“, stöhnt Volker Richter, der Leiter des Baubetriebshofs. Auch ihm ist es ein Dorn im Auge, wenn Löwenzahn, Miere und Co. aus den Pflasterfugen wuchern. 

Kann unter Umständen Schäden anrichten 

Das sieht nicht nur ungepflegt aus, sondern richtet unter Umständen auch Schäden an – dann nämlich, wenn die Wurzeln zu dick werden und das Pflaster nach oben drücken. 

Richter weist allerdings auch darauf hin, dass der schwarze Peter in vielen Fällen gar nicht bei ihm und seinen Mitarbeitern liegt. In der Straßenreinigungssatzung ist festgeschrieben, dass die meisten Gehwege von den Besitzern der angrenzenden Grundstücke saubergehalten werden müssen und dass die auch das Unkraut zu entfernen haben – und das wöchentlich. 

Das ist ein Reinigungs-Rhythmus, den der Bauhof selbst allenfalls im Innenstadtbereich einhalten kann. Richter verweist auf den fortschreitenden Personalabbau. Unkraut von Hand zu beseitigen, verbiete sich da von selbst – „da müssen wir schon maschinell ran“. 

Chemische Keule sei verboten

Die chemische Keule sei verboten, sagt Richter und verweist auf die Landwirtschaftskammer. Bei der heißt es: „Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Bürgersteigen, Gehwegen, Hofflächen, Zufahren oder ähnliches ist durch das Pflanzenschutzgesetz verboten“. 

Das gilt übrigens auch für Hausmittel wie zum Beispiel Essigreiniger oder Salzwasser: „In dem Augenblick, in dem diese Hausmittel zur Unkrautvernichtung eingesetzt werden, sind sie Pflanzenschutzmittel“, schreiben die Experten. 

In Evingsen wachse das Unkraut sogar aus den Straßeneinläufen, berichten dort lebende AK-Leser. Tatsächlich ist der ein oder andere Gulli an der Ihmerter Straße bis oben hin voll Split und bietet Lebensraum für allerlei Pflanzen – wohl noch eine Folge der Fahrbahnerneuerung im vergangenen Frühjahr. 

Der Bauhof habe damit aber nichts zu tun, versichert dessen Chef: Für die Straßenunterhaltung der Evingser Ortsdurchfahrt sei Straßen.NRW zuständig.

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