Erfolgreiche Spendenaktion am Gymnasium

Altena: Alle fahren mit zur Skifreizeit

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Sonne, guter Schnee und ein nicht zu großes Skigebiet: Die Achtklässler des BGA waren in den Dolomiten

Altena - Es geht um Sport, das olympische Motto „Dabeisein ist alles“ ist deshalb angebracht – und das gleich in doppelter Hinsicht. Julia Neumann, Lehrerin am Burggymnasium (BGA), war nämlich dabei, als es um den Integrationspreis eines Projektes mit dem schönen Namen Kjwi ging. Grund: Sie hat sich darum gekümmert, dass auch Schüler aus der „Internationalen Klasse“ der Schule – also junge Flüchtlinge – dabeisein konnten bei der Skifreizeit in Jochgrimm (Südtirol).

Kiwi steht für „Kinder und Jugendliche willkommen“, Projektträger ist die Hilfsorganisation Care Deutschland/Luxemburg. 

Zu dieser pflegt das Burggymnasium schon länger Kontakte, unter anderem gab sie den Lehrern während eines Projekttages Anregungen zum Thema Integration.

Junge Flüchtlinge

Die jungen Flüchtlinge sind nicht ständig in den Internationalen Klassen, sondern nehmen auch am regulären Schulunterricht in den Jahrgangsstufen teil, die ihrem Alter entsprechen. 

Sechs besuchen die achten Klassen, die seit vielen Jahren jedes Jahr gemeinsam zur Skifreizeit fahren. Diesmal, so der Wille von Lehrern und Schülern, sollten auch die Mitschüler mit Migrationshintergrund dabei sein. 

Weil einer krank war, waren am Ende aber nur fünf mit in den italienischen Dolomiten. 330 Euro kostet die gut einwöchige Skifreizeit, das ist ausgesprochen günstig. 

Wenn Eltern nicht genug verdienen, um solche Klassenfahrten zu bezahlen, springt der Staat ein: Er schuf dafür das so genannte Teilhabegesetz.

Alles inclusive

Unterkunft, Fahrkosten, Verpflegung, Skiunterricht, Leihski – all das ist im Preis enthalten. Bleiben Handschuhe, Skibrille, Skibekleidung – alles nicht ganz billig. Deshalb startete Julia Neumann 2017 eine Spendenaktion und schaffte es tatsächlich, dass alle Schüler gut ausgestattet in die Alpen fahren konnten. 

Dieses Engagement führte dazu, dass sie mit elf anderen für den Integrationspreis vorgeschlagen wurde. Am Ende hat es zwar nicht ganz gereicht, die Jury wählte fünf andere Preisträger aus. Dennoch habe sie sich natürlich über die Nominierung sehr gefreut, sagte die Lehrerin.

Lehrer-Freude

Mindestens genau so sehr freuten sie und die anderen Lehrer sich darüber, dass die Skifreizeit sehr dazu beitrug, die jungen Flüchtlinge in den Klassenverband zu integrieren. Alle standen zum ersten Mal auf Skiern oder Snowboards. Sie hätten aber schnell gelernt und seien am Ende ganz begeistert gewesen vom Wintersport, berichtet Neumann.

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