Altena nach dem WM-Sieg: Nur Mini-Autokorso

Mini-Autokorso am Markaner: Genug Lärm machte der Autofahrer und seine sieben Deutschland-Flaggen machten auch durchaus etwas her. Er umkreiste den Kreisel immer wieder. Foto: Bonnekoh

Altena - Manchmal muss es eben ein Einziger richten. Auf dem Platz, beim gestrigen letzten Gruppenspiel der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, war es Thomas Müller mit seinem Tor zum 1:0 Endstand. Und gegen 20.30 Uhr am Markaner ein schwarzer BMW, der den Altenaer Autokorso bildete.

Die Straßen waren zwischen 18 Uhr und 20 Uhr wie leergefegt, die Gaststätten, gut besucht. Mehrere Hundert Fans waren in Dahle innen und außen dabei, wo der Schützenverein erneut ein Public-Viewing angeboten hatte. Freude überall, „wir haben es gepackt, wir kommen“, so der Tenor etwa im Café Ko am Markaner. Auf vier Bildschirmen verpasste hier niemand nur eine Sekunde des Regenspiels.

In der Redaktion unserer Zeitung hatte der Tag schon merkwürdig begonnen. Kollegin Sylvia B. kam mit einem USA-T-Shirt ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Volontärin Nathalie K. trug ein Kleidungstück „I like USA“ - geht ja gar nicht an so einem Tag. Flugs klemmte sich die junge Dame dann noch ein paar schwarz-rot-goldene Schleifen ins Haar. Na ja, haben wir durchgehen lassen.

Die Polizei zeigte am Abend Präsenz – in Dahle, in der Stadt und auf den Ausfallstraßen. Immer wieder fuhren die Streifenwagen durch Altena – Ergebnis: Außer Gehupe und Freudenlichtgewitter der Fahrzeug-Beleuchtung gab es nichts zu beanstanden.

Wäre da noch der auswärtige Lkw-Fahrer. Der hielt in der 83. Spielminute seelenruhig am Zebrastreifen Markaner an, stellte den Motor ab, drehte die Scheibe runter und fragte: „Und wie steht’s?“ – Jetzt geht’s mit der WM weiter. Gegen Algerien. Die Fans sind jetzt richtig warm. - von Johannes Bonnekoh

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